"... und denn schall se ok Glückstadt heten!"

Uneinnehmbare Festungsstadt an der Elbe und blühendes Handelszentrum, das der mächtigen Hansestadt Hamburg den Rang ablaufen sollte: Christian IV., König von Dänemark und Herzog von Schleswig-Holstein, hegte ehrgeizige Pläne, als er im 17. Jahrhundert an der Niederelbe eine neue Stadt erbauen ließ. Der Überlieferung zufolge verlieh der Herrscher seinen Zielen mit optimistischen Worten Nachdruck: "Dat schall glücken und dat mutt glücken und denn schall se ok Glückstadt heten!" (Das soll glücken und das muss glücken und dann soll sie auch Glückstadt heißen!)

Häuserzeile am Glückstädter Binnenhafen © Glückstadt Destination Management GmbH Die schöne Häuserzeile am Binnenhafen zeugt bis heute vom einstigen Wohlstand der Stadt und lädt zum Spaziergang am Wasser ein.

Auch wenn Glückstadt Hamburgs Stellung als Handelsmacht nie erreichte: Das Glück trägt die malerische Elbestadt bis heute im Namen. Als Glücksgöttin Fortuna taucht es außerdem im Stadtwappen auf, das Christian IV. der Stadt zusammen mit der Gründungsurkunde am 22. März 1617 verlieh. Mit enormem Personal- und Materialeinsatz ließ der König die auf dem Reißbrett entworfene Stadt ausbauen. Die Anlage entsprach dem städtebaulichen Idealbild der Renaissance: Sternförmig führten zwölf Straßen vom Marktplatz im Zentrum der Stadt zu den ehemaligen Wallanlagen und zum Hafen. Querverbindungen an den jeweiligen Endpunkten ließen den noch heute sichtbaren Sechseck-Grundriss entstehen.

Anker und Flutmarke erinnern an stürmische Zeiten

Blick auf das Rathaus und den Marktplatz von Glückstadt © Glückstadt Destination Management GmbH Detailansicht des Bildes Die Backsteinfassade des Rathauses wurde im Stil der niederländischen Renaissance erbaut. Der historische Stadtkern steht mittlerweile größtenteils unter Denkmalschutz. Viele Gebäude stammen noch aus der Gründungszeit der Stadt und sind im Stil der Renaissance erbaut. Sehenswert sind unter anderem das Rathaus mit seiner roten Backsteinfassade, das Brockdorff-Palais, in dem sich heute mit dem Detlefsen-Museum eine Sammlung zur Stadt- und Regionalgeschichte befindet, sowie die Stadtkirche. Die Glücksgöttin Fortuna schmückt die schmale Turmhaube der Kirche. An der Nordseite hängt ein Anker - er wurde bei der Elbschlacht vor Krautsand im September 1630 erbeutet und stammt vermutlich von einem Hamburger Admiralitätsschiff. Am Eingang der Kirche ist eine Sturmflutmarke vom 7. Oktober 1756 zu sehen - damals verloren bei einem Deichbruch 200 Menschen ihr Leben.

Ausgangspunkt für Segeltörns und Wanderungen

Der Binnenhafen von Glückstadt mit Jachten © Glückstadt Destination Management GmbH Detailansicht des Bildes Im Sommer starten viele Segler vom Glückstädter Hafen aus in Richtung Nordsee. Der schöne Binnenhafen mit seiner prächtigen Häuserzeile verleiht Glückstadt eine maritime Atmosphäre und zieht das ganze Jahr über Besucher an. Im Sommer legen hier viele Segler an, die den Hafen als Ausgangsbasis für Segeltouren in die Nord- und Ostsee und wegen seiner guten Versorgungsmöglichkeiten schätzen. Die wunderschöne Elblandschaft rund um Glückstadt lässt sich aber auch vom Land aus bestens erkunden. Wanderungen über den Deich oder Radausflüge durch die Elbmarschen bieten viel frische Luft und Entspannung. Wer ein Bad in der Elbe nehmen möchte, kann die nahegelegenen Elbstrände von Kollmar nutzen.

Matjes - Spezialität aus Glückstadt

Bekannt ist Glückstadt heute vor allem für seinen Matjes. Vom Ende des 19. Jahrhunderts bis weit ins 20. Jahrhundert hinein fischten die Glückstädter Fischer zwischen Mai und Juli den jungen Hering in der Nordsee. Heute stammen die Fische zwar aus Dänemark und Norwegen, werden aber weiter nach traditionellen Rezepten in Glückstadt zum Matjes verarbeitet.

Alljährlich widmet die Stadt daher dem zarten, silbernen Fisch die Glückstädter Matjeswochen. Sie locken im Juni unzählige Feinschmecker aus den benachbarten Bundesländern an, die den jungen Matjes bei dem Volksfest verkosten können. Ein weiteres großes Fest ist das "Glückstädter Herbstvergnügen", bei dem die Bauern aus der Region einen Umzug durch die Stadt mit liebevoll geschmückten Obst- und Gemüsewagen veranstalten.

Weitere Informationen
Luftbild des Glückstädter Hafens während der Matjeswochen © Glückstadt Destination Management GmbH
 

Glückstadt lädt zur Matjes-Party ein

Ein Sommerfest mit alten Schiffen, viel Musik und Hering satt: Noch bis Sonntag feiert Glückstadt an der Elbe mit den Matjeswochen seine kulinarische Spezialität. mehr

Veranstaltungstipp
Luftbild des Glückstädter Hafens während der Matjeswochen © Glückstadt Destination Management GmbH
 

Glückstadt lädt zur Matjes-Party ein

Vier Tage lang dreht sich in der Stadt alles um den jungen Hering. mehr

Rezepte
Matjes Alt-Glückstadt
 

Leckere Matjes-Gerichte

Rezepte zum Nachkochen, von Matjes Alt-Glückstadt bis Marzipan-Matjes-Röllchen. mehr

Song
Alexander Knappe am 23. April 2012 bei NDR 90,3 Hamburg Sounds in den "Fliegenden Bauten"  Fotograf: Philipp Szysza
 
Video

Alexander Knappe singt "Glückstadt"

Glückstadt - dieser Ort trägt ein Versprechen im Namen. Alexander Knappe ging ihm nach.

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