Hannover: Die Messestadt im Grünen
Niedersachsens Landeshauptstadt zeigt sich in den verschiedensten Facetten. mehr
Ein Besuch im Zoo Hannover gleicht einer Weltreise. Die Tiere leben in sieben Themenwelten, naturnah gestaltet und ohne trennende Gitter zu den Besuchern. Rund 15 Jahre hat es gedauert bis das Konzept vollendet war. Jetzt erleben Zoobesucher weit mehr als exotische Tiere. Sie spazieren durch Kulissen, die an die Heimat der Tiere erinnern wie etwa "Yukon Bay": Das Gelände ist einer Goldgräberstadt in Alaska nachempfunden und beherbergt unter anderem Eisbären und Pinguine, Wölfe, Karibus, Robben und Präriehunde. Insgesamt leben in diesem Teil des Zoos etwa 100 Tiere aus 15 Arten. Namensgeber ist der Yukon, ein Strom in Nordamerika, der in Alaska in die Beringsee mündet.
Alaska in Hannover: Die Themenwelt "Yukon Bay" mit einem halb versunkenen Schiff.
Im Mittelpunkt von "Yukon Bay" steht ein leck geschlagenes Schiff in einem Hafenbecken. Besucher können aus dem Inneren des Wracks Tiere unter Wasser beobachten. Eisbären und Robben tummeln sich in Salzwasser-Pools mit (künstlichen) Wellen. Der Weg zum Hafen führt durch eine raue Landschaft mit Felsen, Höhlen, Schluchten und Wald. Vor dem Eingang zu einem Bergwerks-Stollen verbreitet eine Schürf-Schüssel Goldgräberstimmung. Die Zoo-Betreiber haben sich die Anlage auf einer Fläche von 22.000 Quadratmetern - mehr als drei Fußballfeldern - fast 35 Millionen Euro kosten lassen.
Fahrt auf dem Sambesi: Beliebte Bootstour im Zoo Hannover.
Weiteres Beispiel für eine "Zoo-Welt", die versucht, ihre Bewohner in einem landschaftlichen und kulturellen Zusammenhang zu präsentieren ist "Sambesi": Der Fluss im Südosten Afrikas gab den Namen. Die Kulisse wirkt exotisch und provisorisch: Hütten mit Strohdächern, alte Ölfässer, verwitterte Schilder. In flachen Booten für etwa zehn Personen gleiten Besucher auf einem künstlichen Fluss durch dieses "Afrika". An den Ufern dösen Tiere, Flamingos stehen auf einem Bein im Wasser, Zebras und Gazellen, Antilopen, Nashörner und Giraffen gibt es zu bestaunen. Nach etwa zehn Minuten endet die beliebte Tour durch den schwarzen Kontinent, die zu den Höhepunkten des Zoo-Besuchs zählt und häufig mit Wartezeiten verbunden ist. Mehrere Brücken sorgen dafür, dass Besucher Flusslandschaft und Tiere auch beobachten können, ohne in ein Boot zu steigen. Besonders beliebt sind die Giraffen, die regelmäßig Nachwuchs bekommen. Allein Bulle Schorse ist bereits Vater von 25 Kindern. In freier Wildbahn sind Rothschild-Giraffen vom Aussterben bedroht.