Stand: 17.03.2017 09:54 Uhr

Im Tropenparadies der Schmetterlinge

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Die meisten Schmetterlingsarten leben nur wenige Wochen.

Friedrichsruh im Naherholungsgebiet Sachsenwald östlich von Hamburg kennen viele als Stammsitz der Familie von Bismarck. Dort liegt auch ein kleines tropisches Paradies: der Garten der Schmetterlinge. 80 Prozent Luftfeuchtigkeit und Temperaturen um 26 Grad sorgen dafür, dass sich rund 1.000 tropische Falter wohlfühlen. Die etwa 40 Arten leben in einem Glashaus und können dort zwischen blühenden Pflanzen auf mehr als 500 Quadratmetern frei fliegen. Die größte Art sind Atlasspinner, Nachtfalter, die eine Flügelspannweite von rund 30 Zentimeter erreichen können.

Das kurze Leben der Falter

Schautafeln und -kästen erläutern die Entwicklung der Tiere vom Ei über die Raupe bis zur Puppe. Der Garten bekommt die Falter im Stadium der Puppen aus Mittelamerika. Mit etwas Glück erleben Besucher, wie ein junger Schmetterling in Friedrichsruh aus seiner Hülle schlüpft. Je nach Art endet das Leben der Tiere innerhalb weniger Tage, höchstens aber Wochen. Nach der Winterpause bauen die Betreiber den gesamten Schmetterlingsbestand im März neu auf.

Wassergarten mit Bambus und Koikarpfen

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Eine Oase der Ruhe: das Bambushaus mit Farnen und Wasser.

Bei der Gründung des Gartens der Schmetterlinge vor fast 30 Jahren war er der erste seiner Art in Deutschland. Inzwischen hat sich er Park zu einem abwechslungsreichen Ausflugsziel für Familien entwickelt. In einem "Singenden Wassergarten" plätschert Wasser durch Bambusrohre, Klangspiele erzeugen Töne, Kois leben zwischen seltenen Kamelien und exotischen Pflanzen.

Garten der Schmetterlinge

Am Schlossteich 8
21521 Aumühle-Friedrichsruh
Tel. (04104) 60 37

aktuelle Öffnungszeiten und Eintrittspreise auf der Website des Gartens

Blühende Gärten im Freigelände

Im Freigelände blühen in verschiedenen Gärten Rosen, Azaleen, Rhododendren und Duftpflanzen. Eine blühende Wiese lockt heimische Schmetterlinge an, ein Bienenschaukasten gibt einen Einblick in das Leben dieser Insekten. Kaninchen gehören in Friedrichsruh ebenso zu den Lieblingen der Kinder, wie ein Spielplatz.

Neues von der Schmetterlingsfarm Friedrichsruh

Bismarck und Friedrichsruh

Kaiser Wilhelm I. schenkte Otto von Bismarck 1871 den Sachsenwald. Der erste deutsche Reichskanzler kümmerte sich um die forstwirtschaftliche Nutzung des Waldes und kaufte mehrere Anwesen im kleinen Ort Friedrichsruh. Nach Bismarcks Entlassung 1890 blieb Friedrichsruh sein Ruhesitz. Seine Nachkommen leben dort noch heute.
Bismarcks Leichnam ruht in einem Mausoleum, das für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Ein Museum zeigt persönliche Stücke aus dem Besitz Otto von Bismarcks, eine Ausstellung im alten Bahnhofsgebäude informiert über den politischen Werdegang des Reichskanzlers.

Karte: Garten der Schmetterlinge in Aumühle
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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 16.03.2017 | 19:30 Uhr

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