Stand: 21.09.2017 10:43 Uhr

Eisbären und mehr im Zoo Rostock

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Momentan leben alle Rostocker Eisbären in anderen Zoos. Sie kehren zurück, sobald das neue "Polarium" fertig ist.

Der Eisbär ist das Wappentier des Rostocker Zoos. Seit 1956 leben dort Eisbären, den ersten Nachwuchs gab es 1963. Seitdem sind in der Hansestadt 35 Eisbärenjunge aufgezogen worden, das jüngste wurde im Dezember 2014 geboren. "Weiße Riesen" aus Rostock leben inzwischen in vielen europäischen Tiergärten, seit 1980 führt der Zoo das internationale Zuchtbuch dieser Tierart. Derzeit sind allerdings keine Eisbären in Rostock zu sehen. Der Zoo baut derzeit das sogenannte "Polarium", eine neue, großzügige Anlage für die Eisbären und Pinguine. Bis zur Fertigstellung wurden alle Eisbären in andere Zoos ausquartiert.

Insgesamt beherbergt der Zoo etwa 4.000 Tiere aus 380 Arten. Dazu gehören verschiedene Großkatzen, Huftiere, Reptilien, Fische und Vögel. Untergebracht sind sie in möglichst naturnah gestalteten Anlagen, die den natürlichen Lebenswelten der Tiere nahekommen aollen. Ältere Anlagen werden nach und nach erneuert.

Das Darwineum - eine moderne Zooerlebniswelt

Weitere Informationen

Reise durch die Evolution: Das Darwineum

Von der Urzelle zum Menschen: Mit einem Mix aus Zoo und interaktivem Erlebnismuseum führt das Darwineum im Zoo Rostock durch das "Abenteuer Evolution". Stars der Anlage sind die Menschenaffen. mehr

Eine besondere Attraktion des Zoos ist das Darwineum. Der Gebäudekomplex bietet eine moderne Mischung aus Tierpark und interaktivem Erlebnismuseum. Spielstationen, Schaukästen sowie rund 40 verschiedene Tierarten - darunter "lebende Fossilien" wie Schlammspringer und Axolotl - vermitteln das schwierige Thema Evolution auf spielerische Weise. Im Mittelpunkt steht die Tropenhalle, in der Gorillas, Orang Utans und Gibbons ein großzügiges Zuhause haben.

Krokodil-Haus und begehbares Seevogelvoliere

Auch in anderen Bereichen des Zoos können sich die Besucher den Tieren bis auf wenige Zentimeter nähern - etwa im Krokodil-Haus. Große Glasscheiben geben dort Blicke in die Unterwasserwelt frei, etwa auf afrikanische Schildkröten und Kaimane. An einem Nisthügel legen die Echsen ihre Eier ab.

Beliebt bei Besuchern ist auch die fast neun Meter hohe und 2.000 Quadratmeter große, begehbare Seevogelvoliere. Dort leben Inka-Seeschwalben, Meeresenten, Stelzenläufer und andere Wattvögel. Besucher können sie während der Balz beobachten und die Aufzucht der Küken oder das Flüggewerden der Jungtiere erleben.

Großzügige Freianlagen für Raubkatzen

Eine Löwensavanne und eine Gebirgswiese für Schneeleoparden mit künstlichem Felsen bietet die Großkatzenanlage. Von verschiedenen Beobachtungspunkten aus können Besucher die Tiere in ihren Freigehegen mit Wiesen und Wasserflächen betrachten. Neben Löwen und Leopardfen leben dort auch Geparden, Jaguare sowie die kleinen Erdmännchen.

Über 100 Jahre alte Huftieranlage

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Zu der Huftieranlage gehört auch ein neues Stallgebäude, das sogenannte Antilopenhaus.

Die Huftieranlage, der frühere Hirschgarten, ist der älteste Teil des Rostocker Zoos und existierte bereits um 1900. Das historische Huftierhaus steht unter Denkmalschutz. In dem 7.000 Quadratmeter großen Gehege, das ohne Zäune auskommt und stattdessen auf naturnahe Gräben setzt, wohnen momentan Pferdeantilopen, Thomson-Gazellen, Litschi-Moorantilopen sowie Marabus.

Angebote für Kinder und Pflanzenfreunde

Zoo Rostock

Rennbahnallee 21
18059 Rostock
Tel. (0381) 208 20

Anfahrt
Der Zoo liegt am westlichen Stadtrand in der Nähe der Universität.
Auto: Barnstorfer Ring (Bundesstraße 103), Parkplätze am Eingang
Bus: Linie 28
Straßenbahn: Linien 3 und 6

Eintritt und aktuelle Öffnungszeiten auf der Website des Zoos

Verschiedene Angebote des Zoos richten sich speziell an Kinder. An insgesamt 17 "Erfahrungsstationen" können sie beispielsweise klettern wie ein Affe, balancieren wie ein Flamingo balancieren oder hüpfen wie ein Känguru. Außerdem locken mehrere Spielplätze, darunter ein spezieller Wikinger-Spielplatz. Auch für Pflanzenliebhaber lohnt sich ein Besuch des Zoos, der seine Ursprünge in einem Dendrologischen Garten hat, also einer Sammlung von Bäumen und Gehölzen. So gehört etwa ein rund 130 Jahre alter Riesenmammutbaum im Zoo zu den Naturdenkmälern Rostocks. Sehenswert sind außerdem der Rhododendronhain, das Dahlienquartier und die Eichenallee.

Geschichte

Zoo Rostock - vom Hirschgarten zum Erlebnispark

Zu Pfingsten 1910 öffnete der Tierpark in der Hansestadt. Vorgänger war seit 1899 ein "Hirschgarten". Heute gehört der Rostocker Zoo zu den beliebtesten Ausflugszielen im Nordosten. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen | Nordmagazin | 23.01.2017 | 19:30 Uhr

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Nordmagazin | 23.01.2017 | 19:30 Uhr

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