Das "Rote Siel", ein Ensemble aus Straßen und Brücken am Ems-Jade-Kanal, war eines der größten Bauprojekte der Stadt Emden seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Zwei Jahre dauerten die Arbeiten. Am Freitag wurde das "Rote Siel" wieder eröffnet.
Ab jetzt können offiziell wieder Schiffe und Autos die Brücke passieren.
Viele Schaulustige wollten bei der Eröffnungsfeier dabei sein. Zu Land und auch ...
... auf dem Wasser - wie Emdens Oberbügermeister Bernd Bornemann (hinten r.), der frühere OB Alwin Brinkmann (r.) und Niedersachsen Finanzminister Peter-Jürgen Schneider (alle SPD, li). Sie kamen mit dem Boot zur Eröffnungsfeier.
Per Knopfdruck ließen OB Bornemann (2. v. l.) und Finanzminister Schneider (3. v. l.) die neue Klappbrücke über dem Ems-Jade-Kanal hoch.
Das "Rote Siel" liegt im Stadtviertel Faldern - eine der wenigen Ecken in Emden, die im Zweiten Weltkrieg nicht durch Bomben zerstört wurden.
Doch die Anlagen waren nach mehr als 120 Jahren baufällig.
Deshalb wurden Spundwände, eine Klappbrücke und ein Brückenwärterhäuschen nach historischem Vorbild saniert. 130.000 Klinkersteine wurden verbaut.
Die Finanzierung des rund 13-Millionen-Euro-Projekts hat das Land Niedersachsen mit Geld aus dem Konjunkturpaket II gestemmt.
Im Gegenzug übernimmt die Stadt Emden das Rote Siel vom Land und muss es ab jetzt selbst in Stand halten.
Jedes Jahr passieren rund 5.200 Sportboote und 380 Fahrgastschiffe die Kanalenge in Emden.
Die 73 Kilometer lange Wasserstraße zwischen Emden und Wilhelmshaven ist eine beliebte Route für Boot- und Fahrradtouristen. Auch Spaziergänger können an der neuen Uferpromenade flanieren.