Den Norden hören - Industriekultur
Das Schiffshebewerk in Scharnebeck
Ein beeindruckendes Bauwerk und eine monströse Apparatur. 38 Meter Höhenunterschied überwinden die Frachtschiffe auf ihrem Weg durch den Mittellandkanal in die Elbe, wenn sie das Schiffshebewerk Scharnebeck bei Lüneburg passieren.
Scharnebeck: Schiffshebewerk
- Autor/in: NDR Kultur
So klingt Scharnebeck: Das Schiffshebewerk bei Lüneburg
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Musik
Der Klang des Hebewerks wurde unterlegt mit Mark Isham: "Aus der Mitte entspringt ein Fluss".
Zur Zeit seiner Erbauung in den 70er-Jahren war dieses Schiffshebewerk das größte der Welt. 5.800 Tonnen wiegt jeder der riesigen, mit Wasser gefüllten Tröge, in denen die Schiffe angehoben oder abgesenkt werden.
Jährlich passieren über 21.000 Schiffe die Anlage auf ihrem Weg durch den Elbeseitenkanal. Die Maschinengeräusche des Hebewerks klingen wie das leise Ächzen eines kraftstrotzenden Riesen, der mühelos das Gewicht von 6.000 PKW bewegt.
Scharnebeck: Schiffshebewerk
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Imposant - der Betonbau des Schiffshebewerkes Lüneburg in Scharnebeck, von der Hamburger Seite aus gesehen.
1974, als es erbaut wurde, war es das weltgrößte Schiffshebewerk seiner Art.
Wie in überdimensionalen Fahrstühlen überwinden die Schiffe in den rot eingefassten, mit Wasser gefüllten Trögen ganze 38 Meter Höhenunterschied, von der Elbmarsch hinauf in die Geestlandschaft.
Es ist ein spektakuläres Erlebnis - auch für die zahlreichen Besucher, die das Hebewerk besichtigen ...
... wenn eines der 21.000 Schiffe, die pro Jahr den Kanal passieren, angehoben oder abgesenkt wird.
Um den Höhenunterschied überwindbar zu machen, bedarf es eines raffinierten Systems von Schleusentoren ...
... und stabilen Stahlseilen - 240 an der Zahl, die das Gewicht der Tröge samt Inhalt tragen.
An diesen Seilen mit 54 Millimetern Durchmesser hängen Tonnen.
Sagenhafte drei Minuten dauert der Hebe- oder Senkvorgang nur und nach maximal 20 Minuten können die Schiffe ...
... das technische Wunderwerk in der Elbmarsch hinter sich lassen und ihren Weg fortsetzen - Schiff ahoi!
... das technische Wunderwerk in der Elbmarsch hinter sich lassen und ihren Weg fortsetzen - Schiff ahoi!