Den Norden hören - Industriekultur
Willkomm Höft in Wedel
Ein Klang aus einer vergangenen Welt. Die Schiffsbegrüßungsanlage "Willkomm Höft" am Schulauer Fährhaus in Wedel an der Unterelbe erzählt von Zeiten, in denen Seefahrt noch Abenteuer war, lange vor High-Tech-Riesenschiffen und Containerumschlag.
Wedel: Willkomm-Höft
- Autor/in: NDR Kultur
So klingt Wedel: Die Schiffsbegrüßungsanlage Willkomm-Höft.
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Musik
Der Klang der Schiffsbegrüßungsanlage wurde unterlegt mit Richard Wagner: "Der Fliegende Holländer - Steuermann, lass die Wacht!"
Seit Sommer 1952 begrüßt und verabschiedet man in Wedel die Schiffe, die den Hamburger Hafen anfahren oder verlassen. Dabei "dippt" man die Hamburger Flagge, und hisst das Flaggensignal für "Gute Reise" mit den Buchstaben U und W. Für Schiffe mit einer Bruttoraumzahl von über 1.000 erklingt auch die Nationalhymne des Herkunftslandes, über 152 Hymnen sind immer Griffbereit.
Die Zeremonie der Schiffsbegrüßung und -verabschiedung wird von sechs sogenannten "Begrüßungskapitänen" durchgeführt. Die Anlage steht derzeit unter der Patenschaft der Nautischen Kameradschaft "Hansea".
Wedel: Schiffsbegrüßungsanlage Willkomm-Höft
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Vom Schulauer Fährhaus aus begrüßt täglich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang ein "Begrüßungskapitän" die einlaufenden Schiffe mit den Worten "Willkommen in Hamburg, wir freuen uns, Sie im Hamburger Hafen begrüßen zu dürfen".
Schon ein alter Hase: Wolfgang Adler, einer der sechs Begrüßungskapitäne des Willkomm-Höft, hisste dort schon mit neun Jahren die Hamburger Flagge, um die ein- und auslaufenden Schiffe zu grüßen.
Aus der Kommandozentrale der Schiffsbegrüßungsanlage erhalten die Gäste des Schulauer Fährhauses alle möglichen Informationen über die "salutfähigen" Schiffe - Ozeanriesen mit mehr als 1.000 Gross Tons.
Um die Schiffe aus aller Herren Länder gebührend zu empfangen und zu verabschieden, wurden über 150 Nationalhymnen angesammelt und ein Begrüßungstext in der jeweiligen Landessprache aufgezeichnet.
Über ein Schaltpult wird die Hamburger Flagge vollautomatisch gesenkt bzw. auf seemännisch "gedippt". Und wenn dann auch noch die Nationalhymne des Frachters gespielt wird, ...
... grüßt so manches Schiff mit seinem Siganlhorn zurück...
... was übrigens weit über das Schulauer Fährhaus hinaus noch zu hören ist.
... was übrigens weit über das Schulauer Fährhaus hinaus noch zu hören ist.