Den Norden hören - Wahrzeichen und Originale
Der Rathaustrompeter in Hildesheim
Erst schlägt die Rathausglocke zwölf Mal, dann tritt er hinaus aus dem Giebel des historischen Rathauses, langsam und würdevoll. Ein kleiner Mann mit einer goldenen Trompete, der er vier Signaltöne entlockt.
Hildesheim: Rathaustrompeter
- Autor/in: NDR Kultur
So klingt Hildesheim: Jeden Tag um zwölf Uhr meldet sich der Rathaustrompeter.
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Musik
Der Klang des Rathaustrompeters wurde unterlegt mit Johann Sebastian Bach: "Brandenburgisches Konzert Nr. 6 B-Dur, BWV 1051, Allegro (3. Satz)".
Bis vor einigen Jahren klang sein Trompeten eher wie ein heiseres Hupen. Viele Bürger der Stadt und die Hildesheimer Altstadtgilde setzten sich schließlich für ein neues Trompetensignal ein, das die bis dahin verwendete Zweitonhupe ersetzte.
Während der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika erlangte der Rathaustrompeter von Hildesheim überregionale Medienaufmerksamkeit. Statt seiner Trompete blies er die Vuvuzela. Die kleine Metallfigur wurde außerdem in Schwarz-Rot-Gold geschmückt. Jeden Mittag um 12 Uhr erklangen vom Giebel des Rathauses Töne aus dem Lieblingsinstrument der südafrikanischen Fußballfans. Die Meinungen der Hildesheimer hierzu waren kontrovers: Den Klang hielten weniger Sportbegeisterte nur für nervendes Getröte.
Hildesheim: Rathaustrompeter
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Mit knapp über 100.000 Einwohnern ist Hildesheim eine eher kleine Großstadt - allerdings mit einer großen Attraktion: Über ihren Dächern ...
... ertönt jeden Tag ein Klang, der von einer in Deutschland vermutlich einzigartigen Installation im historischen Rathaus stammt.
In der sehenswerten Stadt gibt es neben der Uhrenglocke und einem Glockenspiel im Mauerwerk ...
... auch noch eine interessante Bläserfigur.
Aus dem Frontgiebel des Rathauses lässt der kleine Bronzemann jeden Mittag um zwölf Uhr seine goldene Trompete erklingen ...
... und beschallt den häufig gut besuchten Marktplatz des niedersächsischen Städtchens.
Mit seinen prächtigen Fachwerkhäusern und Kirchen, die zum UNESCO-Welterbe zählen, gehört Hildesheim zu einem der interessantesten Orte Norddeutschlands.
Eine Stadt voller kulturhistorischer Schätze, wie das Knochenhauer-Amtshaus - das Gildehaus der Fleischer (Knochenhauer) aus dem Jahre 1529, ...
... das frühgotische Tempelhaus, erbaut um 1350, in dem sich heute die Touristeninformation und eine Bücherei befinden ...
... oder das mit Schnitzereien reich verzierte Wedekindhaus im Renaissancestil.
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