Den Norden hören - Wahrzeichen und Originale
Ratsnachtwächter Heinerich in Springe
Nachts zog er durch die Straßen und Gassen der Stadt. Mit Hellebarde, Laterne und seinem Horn. Der Ratsnachtwächter sorgte für Ruhe und Ordnung.
Springe: Ratsnachtwächter
- Autor/in: NDR Kultur
So klingt Springe: Gerhard Mestwerdt als Ratsnachtwächter Heinerich.
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Musik
Der Klang des Ratsnachtwächters wurde unterlegt mit Sibelius: "Scenes historique".
Er warnte die schlafende Stadt, wenn es brannte, wenn Feinde kamen oder Diebe ihr Unwesen trieben. Er hatte das Recht, verdächtige Personen zu befragen und notfalls festzunehmen. Der Nachtwächter kontrollierte, dass Haustüren und Stadttore ordnungsgemäß verschlossen waren und sagte die Stunden an - bis zum Morgen.
Heute ist der Ratsnachtwächter Heinerich alias Gerhard Mestwerdt für die Sicherheit von Springe nicht mehr maßgeblich. Aber er lebt die alte Tradition des Nachwächterwesens weiter und führt Gäste durch die Geschichte der Deister-Stadt. Sein Lohn: Fünf Silbertaler mit Goldrand.
Springe: Ratsnachtwächter Heinerich
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Bis zu seiner Rente hat er mit großem Vergnügen an der Berufsschule unterrichtet und sich dann, auf eine Anzeige der Stadt Springe hin, für den Posten als Nachtwächter beworben: Als Ratsnachtwächter Heinerich begrüßt Gerhard Mestwerdt...
... jeden zweiten Freitag im Monat die Besucher zu einem Rundgang durch die historische Altstadt von Springe am Deister.
Mit seinem Wissen über das Mittelalter und lustigen Anekdoten über dies und das führt er die geneigten Gäste ...
... den rechten Weg entlang der Sehenswürdigkeiten der Stadt ...
... wie dem Marienbrunnen am Marktplatz ...
... und dem Glockenspiel. Gegen eine Gebühr von "fünf Silbertalern mit Goldrand" weiht er sie zudem in die Geheimnisse der Stadtgeschichte ein.
Besonders gern leuchtet er den Weg zum Bronzerelief von Heinrich Göbel mit der ewig brennenden Glühlampe: einige Zeit wurde der Feinmechaniker fälschlicherweise von den Bürgern der Stadt als Erfinder der Glühbirne verehrt.
Besonders gern leuchtet er den Weg zum Bronzerelief von Heinrich Göbel mit der ewig brennenden Glühlampe: einige Zeit wurde der Feinmechaniker fälschlicherweise von den Bürgern der Stadt als Erfinder der Glühbirne verehrt.