Den Norden hören - Landschaft und Natur
Der Zug der Kraniche an der Müritz
Es ist ein besonderer Moment, wenn riesige Kranichschwärme sich auf den Feuchtwiesen des Nationalparks Müritz niederlassen, um sich zu sammeln und auf ihrem Weg in den Süden Rast zu machen.
Waren (Müritz): Der Zug der Kraniche
- Autor/in: NDR Kultur
So klingt Waren (Müritz): Kranichschwärme auf ihrem Weg in den Süden.
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Musik
Der Klang der Kraniche wurde unterlegt mit Gabriel Faure: "Pelleas et Melisande".
Jedes Jahr wiederholt sich dieses majestätische Schauspiel. Meist lassen sich die Kraniche in der Nähe von Waren am Rederangsee oder an der Spuklochkoppel nieder. Wer dort das "Trompeten" von Tausenden Kranichen einmal erlebt hat, wird es nicht mehr vergessen.
Waren an der Müritz: Kraniche
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Der Kranich galt schon den alten Griechen als Symbol des Glücks und der Klugheit. In China ist der Vogel ein Symbol für Langlebigkeit.
Da die faszinierenden Vögel ausdauernde Flieger sind, können sie bis zu 2.000 Kilometer ohne Zwischenstopp zurücklegen.
Durch Laute wird der Abflug mit der Gemeinschaft abgestimmt und synchronisiert.
Kraniche haben ein interessantes Repertoire an unterschiedlichen Rufen, die unter anderem für ihr Werbeverhalten, aber auch als Warnrufe bedeutend sind.
Durch die über einen Meter lange Luftröhre können Kraniche trompetenähnliche Laute ausstoßen, die sich bis zu einem "Duettruf" steigern können: einer Rufreihe mit bestimmter Tonfolge von Männchen und Weibchen.
Bevorzugter Lebensraum sind Feuchtwiesen und Seeufer, zum Rasten darf es aber auch gern mal ein Getreideacker sein.
Ihr Nest bauen die Vögel am Boden und füttern die zimtbraunen Küken mit Larven, Würmern und Insekten. Gequasselt wird auch mit den Kleinsten schon - aber nur über ein leises Gurren.
Ihr Nest bauen die Vögel am Boden und füttern die zimtbraunen Küken mit Larven, Würmern und Insekten. Gequasselt wird auch mit den Kleinsten schon - aber nur über ein leises Gurren.