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Auch wenn St. Johannis die älteste Kirche der Stadt Soltau ist - sie wurde erstmalig 1464 urkundlich erwähnt - ist das heutige Kirchengebäude aufgrund eines Feuers in der Weihnachtsnacht 1906 relativ neu. Der Konsistorialbaumeister Wendebourg baute die Kirche binnen zwei Jahren im neubarocken Stil wieder auf, die Einweihung war 1908. Der Turm ist seitdem 68 Meter hoch. 1972/73 wurde St. Johannis vollständig renoviert, der Kirchraum mit seinen 1.000 Sitzplätzen war zu groß geworden für die Gemeinde. Der Altar wurde versetzt, Gemeinderäume eingezogen.
Konfession: evangelisch-lutherisch
Altarwand: 1921 von Rudolf Schäfer gestaltet; Teil eines Denkmals für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten
Deckengemälde: 1907 von Carl Wiederhold; zeigt die drei göttlichen Tugenden: Glaube, Liebe und Hoffnung (Korinther)
Glocken: a-Moll-Geläut, bestehend aus drei Glocken
Der Altar an der Stirnseite zieht die Blicke auf sich: ein Mosaik zeigt das Lamm (Christus). Die Altarwand wurde vom Rotenburger Maler Rudolf Schäfer gestaltet. Die Gemälde sind Teil eines 1921 entstanden Denkmals für die gefallenen Soldaten im Ersten Weltkrieg. Das klangvolle a-Moll-Geläut stammt aus dem Jahr 1907 und besteht aus drei Glocken (Christusglocke, Lutherglocke und Paul-Gerhardt-Glocke). Sie tragen als Inschrift jeweils Teile aus dem Gotteslob der Engel in der lukanischen Weihnachtsgeschichte.