Giebelhäuser, Plattenbau und Meer: Rostock
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Heiligen-Geist-Kirche in Rostock
Zwischen 1871 und 1905 vervielfachte sich die Einwohnerzahl Rostocks. Der Bau einer neuen Kirche wurde dringend notwendig. Nach langen Verhandlungen wurde der Bau einer Patronatskirche bewilligt, das heißt: einer vom Stadtrat finanzierten Kirche. Der Name "Heiligen-Geist-Gemeinde" nahm Rücksicht darauf, dass die meisten Straßen der neuen Gemeinde auf dem alten "Heiligen Geistfeld" lagen. 1905 begann der Bau der Kirche, bereits 1908 war sie im neogotischen Stil vollendet.
Innenansicht der Heiligen-Geist-Kirche
Die drei Glocken dieser letzten Rostocker Patronatskirche sind eine Schenkung des Geheimen Kommerzienrats Baare aus Bochum, der die Kirche damals schon mit einer elektrischen Läutemaschine ausstattete.
Bau: 1908 geweiht
Konfession: evangelisch-lutherisch
Bauweise: neogotisch
Besonderheiten: der Bau im Grundriss eines lateinischen Kreuzes überwindet einen Höhenunterschied von drei Metern
Alle drei tragen den Namen des Stifters, dazu die Aufschriften: "Komm, heil'ger Geist, / kehr bei uns ein!" und "Holder Friede, / Süße Eintracht, / Weilet, weilet / Freundlich über dieser Stadt" sowie "Ehre sei Gott in der Höhe!" Die Guss-Stahlglocken wiegen 3.350, 1.990 und 1.430 kg.
Kirchenfenster der Heiligen-Geist-Kirche in Rostock
In der Kirche erinnert ein Modell der "Henny Clement" an die gleichnamige Bark, die 1899 auf einer Reise von Hamburg nach Kiautschou verschollen ist.