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Kappeln wurde erstmals 1357 als Fischersiedlung erwähnt und hat seit 1870 das Stadtrecht. Benannt wurde Kappeln nach einer Kapelle, die wohl vor 1155 von Seefahrern auf dem Steilhang am Ufer des Ostseefjords Schlei errichtet wurde. Geweiht wurde sie dem Schutzpatron der Seefahrer, dem Heiligen Nikolaus. Es gibt zwar keine Zeugnisse mehr über diesen ersten Kirchenbau, allein ein Kruzifix aus dem 13. Jh. ist erhalten geblieben und hängt heute noch in St. Nikolai.
Altar: hochbarocker Flügelaltar von Hans Gudewerth d.J. (1641)
Inneneinrichtung: komplett aus Holz, auch wenn die Säulen aussehen wie aus Marmor (ein alter Trick, erreicht durch Gipsbearbeitung)
Wetterfahne: Der Hl. Christophorus thront auf dem höchsten Punkt der Kirche.
Eingangsbereich: Schnitzereien aus Oberammergau, das Geschenk eines reichen Kappelner Bürgers
Rund um das frühe Kapellchen siedelten sich Menschen an, die den Ort Kappeln nannten. 1424 wurde eine erste richtige Kirche gebaut, hoch über dem mittlerweile stattlichen Ort. Die Vorgängerin der heutigen Nikolaikirche musste 1789 abgetragen werden und wurde vom Landbaumeister Johann Adam Richter neu gebaut. Richter war ein Schüler Sonnins, dem Architekten des Hamburger Michel. Der Backsteinbau (Bauzeit 1789-1793) steht noch heute, auch die Inneneinrichtung ist komplett erhalten. Das Kircheninnere hat mittlerweile wieder seine ursprünglichen Farben (weiß, grau, blau) zurückbekommen und besteht vollständig aus Holz.