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Die neue Jahrtausendglocke läutet im Hamburger Michel. © dpa Fotograf: Bodo Marks
 

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Hände auf der Tastatur eines Laptops. © fotolia Fotograf: bufalo66
 

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St. Michaelis in Hildesheim

Die Michaeliskirche in Hildesheim. © Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannover / 1000 Jahre St. Michael Fotograf: Ulrich Ahrensmeier Detailansicht des Bildes Das auffällig helle, hohe Geläut der Michaeliskirche besteht aus zehn Glocken. Neun davon entstanden in den Jahren 1950 bis 1971. Die älteste, zehnte Glocke wurde 1270 vermutlich im Michaeliskloster gegossen. Sie läutete bis 1809, bekam einen Riss und landete im Herzog Anton-Ulrich Museum in Braunschweig. 1955 konnte sie geschweißt und der Michaeliskirche zurückgegeben werden. Fußgänger, die die Kirche umrunden, merken wie sich der Gesamtklang des Geläuts verändert: Die Glockentöne wandern mal in den Vordergrund, mal in den Hintergrund, da das Geläut auf vier Treppentürme und den östlichen Vierungsturm verteilt ist. Das erklärt auch seinen hellen Klang: Die schlanken Treppentürme bieten nicht genug Platz für große Bassglocken; die Vierungstürme wiederum sind (bis auf den östlichen) nicht kräftig genug gebaut für schwere, große Glocken.

Glocken der St. Michaelis-Kirche in Hildesheim | NDR Kultur

Kurzinfos zur Kirche

Anfänge: Der Grundstein im SW-Turm zeigt die Jahreszahl 1010.
Besonderheit: Das 240 qm große Deckengemälde im Mittelschiff, der "Jesseboom", zeigt den theologischen Stammbaum Christi.
UNESCO-Weltkulturerbe seit 1985; ab 2014 auf der 2-Euro-Münze für Niedersachsen
Konfession: evangelisch

Seit 1985 gehört die Michaeliskirche zum UNESCO-Weltkulturerbe. Ein Steinblock im südwestlichen Treppenturm mit der Jahreszahl 1010 gilt als Grundstein der Kirche, die also 2010 ihre Tausendjahrfeier beging. Bis zum Ende der Romanik war der Kirchenbau rund 200 Jahre lang architektonisches Vorbild für viele weitere Kirchen. Die gesamte Kirche ist nach mathematischen Grundsätzen errichtet worden, die Architekten verwirklichten beim Bau antike Harmonielehren wie auch mittelalterliche Zahlenmystik. Im frühen 19. Jh. diente St. Michael als Heu- und Strohlager sowie als Kegelbahn der benachbarten Heil- und Pflegeanstalt. Das berühmte Deckengemälde, der „Jesseboom“ war im 2. Weltkrieg ausgelagert und dadurch vor der Zerstörung bewahrt worden.

Unsere Glocken im Norden
Inselkirche auf Langeoog © NDR
 

NDR Kultur würdigt die Bedeutung der norddeutschen Glocken mit einer Aktion. mehr

Mythologie und Brauchtum
Blick auf den Kreuzgang des Schweriner Doms © picture-alliance / ZB Fotograf: Jens_Büttner
 

Im Christentum zeigt das Glockengeläut die Zeit zum Gebet an und die Ankunft des heiligen Geistes. mehr