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Die Nicolaikirche in Grömitz ist dem Märtyrerbischof Nicolaus von Myra gewidmet, der als Freund der Kinder und Bedrängten seit dem 11. Jahrhundert auch als Schutzpatron der Fischer große Verehrung genoss. Sie wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts, vermutlich um 1230, errichtet.
Patron: Märtyrerbischof Nicolaus von Myra
Personal: Grömitz' erster lutherischer Pfarrer, Johann Heinrich Augustini, wirkte ab 1560 über ein halbes Jahrhundert an der Nicolaikirche.
Altar: Darstellung des gekreuzigten Jesus, darunter eine an Leonardo da Vinci erinnernde Abendmahlszene.
Buntglasfenster: Über der Eingangstür steht die plattdeutsche Bitte "Herr Godd, bliew du uns Stüermann".
Das einschiffige rechteckige Langhaus und der kastenförmige Chor mit aus Findlingen aufgesetzten Mauern stammen noch aus der Gründungszeit der Kirche. Der gedrungene Turm und die Sakristei an der Südseite wurden später aus Backsteinen angebaut. Möglicherweise wurde der Turm erst gebaut, als Grömitz im 15. Jahrhundert eine städtische Verfassung hatte, um dem neu gewonnenen Rang sichtbaren Ausdruck zu verleihen. Die bronzene Stundenglocke stammt aus dem Jahre 1666. Die zweite Bronzeglocke trägt die Aufschrift: "O Land, höre des Herrn Wort!" Sie hängt zwischen zwei Stahlglocken, die nach dem Ersten Weltkrieg angeschafft worden sind.