Rundgang an der Steilküste in Schwedeneck
Folgen Sie Reporter Dennis Brandau auf seinem Sonntagsspaziergang.
Audiobeitrag starten (02:05 min)Die Gemeinde Schwedeneck liegt gut 20 Kilometer nördlich der Landeshauptstadt Kiel und östlich von Eckernförde. Bekannt ist diese Ostseeregion vor allem für die Steilküste. Und dort sollte man auf einem Sonntagsspaziergang unbedingt nach Relikten Ausschau halten.
Der Rundgang beginnt auf dem großen Parkplatz direkt an der Ferienhaussiedlung in Jellenbek. Einmal links über die Straße und dann gleich wieder rechts geht es zum Meer. Vorbei an einem großen Acker gelangt man zur ersten von mehreren kleinen Holzbrücken, die immer neu aufgestellt werden, wenn sich ein Bachlauf einen neuen Weg sucht, oder wenn sich das Meer in die Landschaft frisst.
Relativ schnell geht es stetig bergauf. Immer weiter hebt sich die Steilküste empor. Das ermöglicht einen einzigartigen Blick über die Ostsee und die Eckernförder Bucht. Nach gut anderthalb Kilometern führt der Weg zum Katharinenplatz, einer - auf den ersten Blick - unscheinbaren Wiese. Dort stand im Mittelalter eine Kapelle. Im vergangenen Jahr wurden bei Ausgrabungen diverse Relikte ans Tageslicht befördert. Im kommenden Jahr sollen die Arbeiten weitergehen.
Auch jetzt kann man an der Steilküste Teile alter Befestigungsmauern erkennen, da dort immer wieder Teile abbrechen. So kann es auch passieren, dass man alte Knochen vom einstigen Friedhof der Kapelle am Strand findet, an den der Weg etwa anderthalb Kilometer weiter führt. Dort tritt man den Rückweg an - zwar über dieselbe Strecke, aber der Perspektivenwechsel verändert die Umgebung so stark, dass man das Gefühl hat, man wäre an einem ganz anderen Ort. Über einen kleinen Weg auf der linken Seite geht es zurück zum Ausgangspunkt.
Nach Schwedeneck gelangen Sie ganz einfach über die B503. In entspanntem Tempo bewältigt man die gut vier Kilometer in etwa 50 Minuten. Festes Schuhwerk ist aufgrund der teils schmalen und naturbelassenen Wege zu empfehlen.