Stand: 23.06.2017 10:30 Uhr

Rügens Norden: Kap Arkona und Halbinsel Wittow

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Aus der Luft ist die beeindruckende Steilküste des Kaps gut zu erkennen.

Eine acht Kilometer lange Nehrung mit herrlichem Badestrand, die sogenannte Schaabe, führt zum nördlichsten Teil Rügens - nach Wittow. Im Westen und Süden ist die von Ostsee und Bodden umgebene Halbinsel ein ruhiges Naturparadies mit vielen idyllischen Plätzen. Im Herbst sammeln sich hier Tausende Kraniche für mehrere Wochen zur Rast - ein beeindruckendes Naturschauspiel.

Kap Arkona: Felsen mit drei Türmen

Zwei Orte an der Nordostspitze Wittows ziehen dagegen das ganze Jahr über zahlreiche Touristen an: Kap Arkona und das Dorf Vitt. Beide gehören zur Gemeinde Putgarten. Kap Arkona ist eine 45 Meter hohe Steilküste mit Kreidefelsen.

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180 Stufen führen auf das 35 Meter hohe Leuchtfeuer Kap Arkona. Der kleinere Schinkelturm ist nicht mehr in Betrieb.

Auf dem Plateau befinden sich zwei Leuchttürme und ein Peilturm der Marine, die alle bestiegen werden können sowie eine Nebelsignalstation, zwei Bunker und eine slawische Wallanlage. Der alte, quadratische Leuchtturm - auch Schinkelturm genannt - wurde nach Entwürfen des berühmten preußischen Architekten Karl Friedrich Schinkel erbaut und war von 1828 bis 1905 in Betrieb. Der klassizistische Backsteinbau ist knapp 20 Meter hoch. Er beherbergt neben einer Aussichtsplattform ein Museum zum Thema Seefahrt sowie das nördlichste Standesamt Mecklenburg-Vorpommerns.

Der zweite Leuchtturm ersetzte Anfang des 20. Jahrhunderts den alten und dient noch heute als Leuchtfeuer. Von seiner Galerie haben Besucher einen tollen Ausblick auf die Ostsee und die Insel. Auch auf den Peilturm führt eine Treppe. Er bietet außerdem Raum für wechselnde Ausstellungen und andere Veranstaltungen.

Autos sind am Kap tabu

Wer das Kap besuchen möchte, muss mit dem Rad kommen oder das Auto in Putgarten abstellen und die restlichen zweieinhalb Kilometer durch das Naturschutzgebiet zu Fuß, mit der Pferdekutsche oder der sogenannten Arkona-Bahn - einer gasbetriebenen Bahn auf Rädern - zurücklegen.

Romantisches Fischerdorf Vitt

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Die kleine achteckige Kapelle in Vitt wurde 1816 geweiht.

An das nördliche Steilufer der Ostsee schmiegt sich der winzige Fischerort Vitt. Etwa 30 Einwohner leben in den dreizehn Reetdachhäusern. Das Dorf steht unter Denkmalschutz und ist ebenfalls autofrei. Touristen fahren entweder mit der Arkona-Bahn bis zum Ortseingang oder gehen von Putgarten aus rund zweieinhalb Kilometer zu Fuß. Von Kap Arkona ist Vitt über einen Küstenwanderweg zu erreichen. Das Dorf konnte seine ursprüngliche Anlage bis heute erhalten. Die Häuser tragen statt Straßennummern die Zeichen des slawischen Volks der Ranen. Die kleine achteckige Uferkapelle wurde nach den Entwürfen von Karl Friedrich Schinkel gebaut. Es empfiehlt sich, Vitt morgens zu besuchen. Dann bieten Fischer ihre frische Ware an und der Besucherstrom hält sich noch in Grenzen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen | Service: Reisen - Sylt | 23.09.2017 | 08:00 Uhr

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