Stand: 10.06.2014 09:44 Uhr  | Archiv

Der Mönchsweg geht in die Verlängerung

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Ein lässiger Abt begrüßt die Radler im Klosterpark Harsefeld.

Von Kirche zu Kirche durch den Norden Niedersachsens: Das ist die Route eines neuen Fernradwegs. Der Mönchsweg verlängert die gleichnamige Route durch Schleswig-Holstein. Der neue Abschnitt beginnt am Dom in Bremen und führt rund 190 Kilometer zur Elbfähre Wischhafen - an 29 Kirchen entlang.

Die Tour im Überblick

Länge: 190 Kilometer
Start: Bremen
Ziel: Wischhafen an der Elbe
Orte an der Strecke: Fischerhude, Zeven, Harsefeld, Horneburg, Stade, Himmelpforten, Osten
Markierung: blaues Logo mit Kirchensymbol und der Aufschrift "Mönchsweg"

Von Bremen nach Zeven

Der neue Radweg orientiert sich an der Route, die christliche Missionare im 9. Jahrhundert genommen haben, um ihren Glauben im Norden zu verbreiten. Bremen wurde bereits im Jahr 787 Sitz eines Missionsbistums. Vom Bremer Dom führt die Radroute zunächst 70 Kilometer nach Zeven. Unterwegs lohnt ein Stopp in der Künstlerkolonie Fischerhude oder dem historischen Ortskern von Wilstedt mit der Kirche St. Petri. In Gyhum steht eine der ältesten Feldsteinkirchen der Region. Am Etappenziel in Zeven informiert ein Museum über ein Kloster aus dem 12. Jahrhundert.

Durch die Geest nach Harsefeld

Der 35 Kilometer lange Abschnitt von Zeven nach Harsefeld führt durch die Stader Geest. Mächtige Findlinge am Wegesrand zeigen, mit welcher Kraft sich einst Gletscher über das Land ausgebreitet und die Felsbrocken transportiert haben. Die leicht erhöhten Geestrücken sorgen für ein sanftes Auf und Ab der Strecke. In Harsefeld können Radler bei einem Stopp im gepflegten Klosterpark oder dem Garten der Steine entspannen.

In den norddeutschen Obstgarten

Die Etappe von Harsefeld nach Stade durchquert das Zentrum des Alten Landes, des größten zusammenhängenden Obstanbaugebiets Deutschlands. Im Landkreis Stade stehen mit 16 Kirchen mehr als die Hälfte aller Gotteshäuser am Mönchsweg. Im Alten Land wurden die Türme traditionell neben die Kirchen gebaut, da der weiche Untergrund die Last sonst nicht hätte tragen können. Der 35 Kilometer lange Abschnitt führt über die Samtgemeinde Horneburg unmittelbar an die Elbe und dann nach Stade.

Über das Weihnachtsmann-Dorf zur Fähre

Erster größerer Ort auf der Schlussetappe ist Himmelpforten, bekannt für sein Weihnachtspostamt und das Haus des Weihnachtsmanns. Kurz vor Hemmoor trifft der Mönchsweg auf die Oste. Wer einen kurzen Abstecher in Kauf nimmt, kann die Schwebefähre über den Fluss bestaunen. Einen Besuch lohnt auch die Kirche St. Petri in Osten, eine im Norden seltene Barockkirche. Der Radweg wendet sich nun wieder nach Norden, Dutzende Entwässerungskanäle prägen die flache Moorlandschaft. Das letzte Gotteshaus vor dem Ziel des 50-Kilometer-Abschnitts an der Elbfähre ist die St.-Dionysius-Kirche in Wischhafen.

Weitere Informationen über den gesamten Mönchsweg bietet die Website der Fahrradroute.

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