Stand: 04.08.2016 11:50 Uhr

Travemünde: Langer Strand und dicke Pötte

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Ein Highlight an der Promenade: die "Ostseelounge", eine Strandterrasse mit rund 600 Sitzplätzen.

An der Mündung der Trave in die Ostsee liegt Lübecks nördlichster Stadtteil und die Badewanne der Hansestadt - Travemünde. Bereits 1802 kamen die ersten Badegäste an den Ostseestrand - seitdem ist Travemünde Seebad. Beliebter Anziehungspunkt ist heute wie damals die Strandpromenade. Die 1,7 Kilometer lange Flaniermeile wurde 2012 umfassend saniert und zeigt sich jetzt mit Granitpflaster, Spielzonen und Liegemöbeln städtisch-modern. Vom historischen Vorbild aus dem Jahr 1899 sind das schmiedeeiserne Geländer und die markanten Leuchten mit ihren nach oben gewandten Schirmen erhalten geblieben.

Ein Strand für jeden Geschmack

Attraktiv für Badegäste ist der 4,5 Kilometer lange Sandstrand, der von der Trave geteilt wird. An der Promenade auf der Stadtseite im Westen liegt der Kurstrand mit Strandkörben und Spielplatz. Östlich der Trave finden Urlauber auf der Halbinsel Priwall einen schönen Naturstrand inklusive Hunde- und FKK-Bereich. Er ist von Dünen umgeben und mit der Fähre von der Nordermole aus zu erreichen. Beide Strände sind kostenpflichtig. Wer sich die Kurabgabe sparen möchte, kann den gebührenfreien Grünstrand südlich des Kurstrandes nutzen.

Altstadt und Uferstraße

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Der Turm der St.-Lorenz-Kirche und einer der höchsten Hotelbauten Europas überragen das Seebad.

In der Altstadt lohnt sich ein Besuch der St.-Lorenz-Kirche mit ihrem sehenswerten Altar aus dem 18. Jahrhundert. Die Kirche bildet noch heute den Mittelpunkt von Alt-Travemünde. Die Vorderreihe, eine autofreie Uferstraße entlang der Trave, ist die eigentliche Hauptstraße des Ortes. Hier finden Urlauber neben alter Bäderarchitektur viele Geschäfte und Restaurants.

Wichtigste Veranstaltung ist die Travemünder Woche. Zu dem zweitgrößten Segelsportfest der Welt kommen jedes Jahr im Sommer etwa eine Million Besucher.

Blick in die Geschichte der Seefahrt

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Die Passat liegt fest am Priwall. Eine Fähre bringt Besucher über die Tave dorthin.

Eines der Wahrzeichen Travemündes liegt am Priwall: das mehr als 100 Jahre alte Segelschiff "Passat". Sie lief 1911 in Hamburg vom Stapel und trat noch im selben Jahr ihre erste Reise von Hamburg um Kap Horn nach Chile an. Bis 1951 war sie ein reines Segelschiff. Später wurde die Viermastbark zu einem frachttragenden Schulschiff umgebaut. 1959 rettete die Hansestadt Lübeck die "Passat" vor dem Abwracken und stellte sie unter Denkmalschutz. Seitdem liegt das 115 Meter lange Schiff in Travemünde fest und kann von Ende März bis Ende Oktober täglich besichtigt werden. Wer die maritime Atmosphäre schätzt, kann auf der "Passat" auch heiraten.

Museum und Aussichtsgalerie Alter Leuchtturm

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Der Alte Leuchtturm ist 31 Meter hoch und täglich geöffnet.

1539 erbaut, ist der Alte Leuchtturm der älteste Leuchtturm Deutschlands. Seit 1972 hat er ausgedient. Seine ursprüngliche Aufgabe hat ein Leuchtfeuer auf dem benachbarten Maritim-Hochhaus übernommen. Beide Gebäude gelten ebenfalls als Wahrzeichen des Ostseebades. Der Leuchtturm beherbergt ein maritimes Museum auf acht Geschossen. 142 Stufen führen nach oben - dort können Besucher die noch funktionsfähige Leuchtanlage besichtigen und von der rundum verlaufenden Galerie den Blick auf die Altstadt, die Lübecker Bucht und die Küste genießen.

Besucher auf einem Leuchtturm

Auf Deutschlands ältestem Leuchtturm

Landpartie - Im Norden unterwegs -

Der alte Leuchtturm in Travemünde aus dem Jahre 1539 gilt als der älteste Deutschlands. Seit 1974 allerdings brennt das Leuchtfeuer auf dem Dach eines benachbarten Hotels.

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Vom Skandinavienkai in die Welt

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Der breite Strand und die großen vorbeiziehenden Schiffe machen den Reiz von Travemünde aus.

Mit der Einrichtung einer regelmäßigen Zugverbindung nach Kopenhagen 1824 und nach St. Petersburg 1828 begann Travemündes Karriere als Fährhafen. Heute ist der Skandinavienkai einer der bedeutendsten deutschen Häfen für den Verkehr mit Skandinavien, dem Baltikum und Russland. Rund zwei Drittel des gesamten Lübecker Hafenumschlags werden am Skandinavienkai abgewickelt. Der Zugang für Fußgänger zum Skandinavienkai ist nicht möglich. Die beste Sicht auf die ein- und auslaufenden Schiffe haben Urlauber vom alten Fischereihafen und der angrenzenden Mole.

Für Mutige: Klettern im Hochseilgarten

Im bewaldeten Kurpark können sportliche Besucher ihre ganz persönlichen Grenzen austesten. Der Parcours mit 37 Stationen bietet Klettermöglichkeiten in einer Höhe von 3,5 bis 8,5 Metern. Wer einen richtigen Adrenalinstoß sucht, kann 17 Meter tief in ein Fangnetz springen. Es empfiehlt sich, festes Schuhwerk und bequeme Kleidung mitzubringen. Für kleine Kinder ab fünf Jahren ist ein spezieller Kinderparcours vorhanden.

Karte: Sehenswertes in Travemünde
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Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen | Landpartie | 03.10.2016 | 20:15 Uhr

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