Stand: 20.03.2017 17:52 Uhr

Natur pur im Müritz-Nationalpark

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Typisch Müritz-Nationalpark: Wälder und Wasser wie hier am Warnkesee.

Deutschlands größter Binnen-Nationalpark liegt im Süden Mecklenburg-Vorpommerns: der Müritz-Nationalpark. Das insgesamt mehr als 320 Quadratkilometer große Schutzgebiet besteht seit 1990 und teilt sich in zwei Bereiche. Die größere Fläche zieht sich vom Ostufer der Müritz, Norddeutschlands größtem Binnensee, bis westlich von Neustrelitz. Östlich der Stadt folgt das Teilgebiet Serrahn mit seinen Buchenwäldern. Sie wurden im Juni 2011 in die Liste der Weltnaturerbestätten aufgenommen.

Familie im Paddelboot

Wasser-Wandern auf verschlungenen Wegen

die nordstory -

Die Müritz, einer der größten Binnenseen Deutschlands, ist bei vielen Wassersportlern beliebt. Er ist ein Paradies für Wasserwanderer in der Ruhe der Natur, ohne Motorengeräusch.

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Weite Wälder und idyllische Seen

Mehr als 70 Prozent der Fläche des Nationalparks sind mit Wald bedeckt, 13 Prozent mit Wasser. Gut 100 Seen haben Flächen von jeweils mehr als 10.000 Quadratmetern. Der Rest sind Moore, Wiesen und Weiden. In der DDR waren Teile des heutigen Nationalparks Jagdgebiet von Spitzenpolitikern, Erholungsgebiet für Angehörige des Militärs und Truppenübungsplatz. Für alle anderen DDR-Bürger war der Zutritt verboten - ein Vorteil für die Natur: Sie konnte sich weitgehend unberührt entwickeln, das Gebiet wurde zum Rückzugsort vieler bedrohter Tierarten wie Fischotter, See- und Fischadler sowie Kranich.

Im Herbst kommen die Kraniche

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Im Herbst rasten Tausende Kraniche im Müritz-Nationalpark.

Für Vogelkundler lohnt sich ein Besuch besonders im Herbst, der Saison der Kraniche - und der Kranich-Führungen. An der Seenplatte sammeln sich ab Ende August zunächst die Brutpaare aus der näheren Umgebung. Ab Mitte September kommen Tausende Vögel aus Skandinavien hinzu. Vor dem Weiterflug nach Süden rasten sie in der Region. An mehreren Seen können Naturfreunde überdachte Beobachtungsstände nutzen, um Vögel unauffällig möglichst nahe zu kommen. Die Nationalpark-Verwaltung bietet ab Mitte August bis Ende Oktober täglich Bustouren zu den Schlafplätzen der Tiere an. Die Naturpark-Ranger leiten auch andere Ausflüge wie Pilztouren oder eine Wanderung zu See- und Fischadlern.

Ausgedehntes Radwege-Netz

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Ein ausgedehntes Radwegenetz führt Besucher tief in den Naturpark.

400 Kilometer Rad- und Wanderwege gibt es im Nationalpark Müritz. Sie führen vorbei an kleinen Seen und Dörfern, grünen Weiden und durch romantische Wälder. Wer seine Tour direkt im Inneren des Parks beginnen möchte, kann mit dem Nationalpark-Bus dorthin fahren. Er pendelt von Ostern bis Oktober täglich mehrfach zwischen Waren und dem Bolter Kanal. Die Mitnahme von Fahrrädern ist im Preis enthalten.

Wer verschiedene Baumarten und einen urlaten Buchenwald kennenlernen möchte, sollte den Wald-Erlebnis-Pfad nicht verpassen. Der vier Kilometer lange Weg verbindet die Ortschaften Zinow und Serrahn und berührt auch das Weltnaturerbe-Gebiet.

Wasserwandern an der Müritz

Die Müritz ist außerdem ein ideales Revier für ausgedehnte Kanutouren. Ein Faltblatt informiert über mögliche Routen, Bootsvermietungen und Übernachtungsmöglichkeiten. Außerdem gibt das Blatt wichtige Tipps zum richtigen Verhalten auf den Gewässern des Nationalparks. So müssen die Boote etwa bestimmte Mindestabstände zu den Wasservögeln und Uferzonen einhalten, um die Tiere nicht zu stören. ,

Türme bieten gute Aussicht

Beliebtes Ausflugsziel im Müritz-Nationalpark ist das Dörfchen Speck am Hofsee. Der Ort bietet eine klassizistische Kirche, ein Schloss sowie eine Fischräucherei und ist gut geeignet für eine kleine Pause. Hier steht auch der größte Aussichtsturm des Nationalparks, der Käflingsbergturm. Von einer Plattform in 31 Metern Höhe haben Besucher einen weiten Blick über die Wald- und Seenlandschaft bis zur Müritz. Zwei weitere Türme stehen zwischen Schwarzenhof und Boek sowie einer südlich von Krienke.

Freunde von Miniaturen können einen Abstecher nach Boek einplanen, rund einen Kilometer vom Ostufer der Müritz entfernt. In der Nationalpark-Information des kleinen Ortes im ehemaligen Gutshaus zeigt eine Ausstellung zahlreiche Zinnminiaturen. Außerdem gibt es in Boek einen 80 Hektar großen Wildpark mit einheimischen Tierarten sowie eine sehenswerte neugotische Backsteinkirche von 1847.

Karte: Die Müritz und der Müritz-Nationalpark
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Dieses Thema im Programm:

die nordstory | 20.03.2017 | 15:00 Uhr

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