Stand: 24.07.2014 16:58 Uhr

St. Georgen: Zweites Leben für eine Kirche

Bild vergrößern
Die mächtige St. Gerogen Kirche lohnt einen Besuch.

St. Georgen prägt die Altstadt der Hansestadt Wismar. Die im Stil der norddeutschen Backsteingotik errichtete Kirche erhebt sich sichtbar über die Dächer. Der mittelalterliche Bau wurde im Zweiten Weltkrieg stark zerstört und zerfiel zu DDR-Zeiten zur Ruine. Fensterlos und ohne Dach stand die Kirche im Zentrum der Hansestadt. Am 25. Januar 1990 brachte ein Orkan den Giebel des Nordquerhauses zum Einsturz. Aus 35 Meter Höhe stürzten die tonnenschweren Steinmassen auf zwei gegenüberliegende Wohnhäuser und begruben ein Kind unter sich. Es konnte schwer verletzt geborgen werden.

Der Wiederaufbau dauert Jahre

Dieses Ereignis war Anlass, die Sicherung und den Wiederaufbau der Kirche voranzutreiben. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz stellte noch im selben Jahr Geld für die Sicherung der Ruine zur Verfügung. St. Georgen wurde so zum ersten Förderungsprojekt der Stiftung in den neuen Bundesländern und galt neben der Dresdner Frauenkirche als größtes Wiederaufbauvorhaben in Ostdeutschland. Seit Mai 2010 ist der Wiederaufbau abgeschlossen. Neben Gottesdiensten finden heute in der Kirche auch viele Konzerte und andere Veranstaltungen statt. Im Mai 2014 öffnete auf dem 36 Meter hohen Turm eine Aussichtsplattform. Sie ist mit einem Aufzug zu erreichen.

Stadtporträt Wismar
mit Video

Welterbe Wismar: Hafenflair und Backstein

Alte Giebelhäuser, drei monumentale Kirchen, ein stimmungsvoller Hafen: Wer durch die alte Hansestadt Wismar bummelt, versteht, warum sie zum Weltkulturerbe gehört. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen | Nordmagazin | 17.02.2013 | 19.30 Uhr

Mehr Ratgeber

11:45

Herbstbepflanzung für den Balkon

19.10.2017 16:20 Uhr
Mein Nachmittag
05:11

Heiße Gewürzschokolade für kalte Tage

19.10.2017 16:20 Uhr
Mein Nachmittag
03:33

Wie legt man eine Streuobstwiese an?

18.10.2017 19:30 Uhr
Nordmagazin