Stand: 28.12.2012 12:24 Uhr

In Wismar die Wunderwelt Technik entdecken

Gibt es Wände aus Luft? Wirft Feuer einen Schatten? In Wismar lädt das Phantechnikum dazu ein, Antworten auf diese und viele andere Fragen rund um naturwissenschaftliche und technische Phänomene zu suchen. Die Ausstellung des Technischen Landesmuseums gliedert sich nach den vier Elementen: Feuer, Wasser, Luft und Erde - der Abschnitt zum Element Erde wird allerdings erst 2016 fertig. An rund 20 Mitmachstationen können die Besucher die Elemente und alles, was mit ihnen technisch zusammenhängt, spielerisch erkunden.

Technik zum Staunen und Ausprobieren

Technik hautnah erleben

So können sie im Bereich Feuer an einem virtuellen Schweißtrainer das Schweißen ausprobieren oder im Bereich Luft auf einem Propellerkarussell die Funktionsweise eines Propellerflugzeugs nachvollziehen und einen Strömungskanal kennenlernen. Ob es möglich ist, gegen den Wind zu segeln, zeigt eine Station im Bereich Wasser. Ein Anziehungspunkt für Kinder ist die Seifenblaseninsel, auf der zugleich das Phänomen der Oberflächenspannung erklärt wird.

Dampfmaschinen, Flugzeuge und der erste Schleudersitz

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Im Bereich Feuer finden sich unter anderem Verbrennungsmotoren. Dieser Hebel ist Teil eines zwölf Tonnen schweren Schiffsmotors.

Das Museum zeigt zahlreiche Modelle und Originale aus der Technikgeschichte: so etwa das Modell eines Jagdfliegers, der früher von den Rostocker Heinkel-Werken produziert wurde, einen riesigen Schiffsmotor und eine mehr als 100 Jahre alte Dampfmaschine. Ein Highlight ist der weltweit erste Schleudersitz für Piloten - er wurde in Mecklenburg-Vorpommern erfunden.

Vom Kasernengebäude zum Erlebnismuseum

Phantechnikum

Zum Festplatz 3
23966 Wismar
Tel. (03841) 25 78 11

Aktuelle Öffnungszeiten und Preise siehe Website der Ausstellung.

Mit der Eröffnung des Phantechnikums ging für die Technik-Sammlung des Landes Mecklenburg-Vorpommern eine jahrelange Odyssee zu Ende. Das 1961 gegründete Technikmuseum hatte bis 1990 seinen Sitz in Schwerin, musste dort aber ausziehen und hatte keinen festen Standort mehr. In Wismar ließ man daraufhin ab 2009 einen alten Militärkomplex aus den 1930er-Jahren für das neue Technikmuseum umbauen. Rund zehn Millionen Euro kostete der Umbau der alten Backsteinkaserne. Ein zweiter Bauabschnitt, der den Themenschwerpunkt "Erde" behandeln wird, soll bis 2016 fertiggestellt werden.

Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen / Nordtour / 13.04.2013 / 18.00 Uhr

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