Stand: 06.12.2014 13:41 Uhr

Das Museum der alten Säcke

Mehl. Das unscheinbare Pulver gehört zu den wichtigsten Nahrungsmitteln der Menschen weltweit. Tonnenweise wird es täglich zu Brot und Kuchen verarbeitet und verzehrt. Was bleibt, ist die Verpackung: Mehlsäcke. Das Museum MehlWelten im mecklenburgischen Wittenburg setzt ihnen ein Denkmal, stellt ihre verschiedenen Designs in den Mittelpunkt. Mehr als 3.000 leere Säcke haben die Organisatoren zusammengetragen, schlichte und prachtvolle aus gut 130 Ländern. Und die Sammlung wächst weiter.

Bunte Mehlsäcke aus aller Welt

Länder von A bis Z

Ein Ausstellungsraum mit Weltkarte dokumentiert die globale Bedeutung von Mehl, gemahlen aus unterschiedlichen Getreidesorten. Ob Angola oder Australien, Burundi, China oder Neuseeland, die Philippinen, Trinidad, Venezuela oder Zambia: All diese Länder sind per Mehlsack in Wittenburg vertreten. Die Vielfalt der Aufdrucke überrascht. Neben naheliegenden Motiven wie Ähren oder Mühlen finden sich wilde Tiere oder Eisenbahnen.

Auseinandersetzung mit Weiß

Ein weißer Raum unterstreicht den Ansatz des Museums zwischen Sammelleidenschaft und Kunst. Dort sollen sich die Besucher mit allen Sinnen auf die speziellen Eigenschaften von Weiß einlassen, des hellsten Farbtons, der als rein und unschuldig gilt. Ein weiterer Bereich der Ausstellung befasst sich mit Mythen rund um das Mehl.

Quartier im alten Amtsgericht

MehlWelten

Amtsberg 1
19243 Wittenburg
Tel. (040) 28 40 39-55
Eintritt frei
aktuelle Öffnungszeiten auf der Website des Museums

Die MehlWelten haben ihren Sitz in einem repräsentativen - weißen - Gebäude auf dem Wittenburger Amtsberg. Das Haus wurde im 19. Jahrhundert als Amtsgericht gebaut und diente später als Schule. Ideengeber für die Sammlung war Volkmar Wywiol, Geschäftsführer eines Unternehmens der Mehlbranche. Ein leerer Mehlsack am Strand von Dubai brachte ihn 1998 darauf, die Säcke zu sammeln.

Karte: Museum MehlWelten Wittenburg
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Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen / Nordtour / 06.12.2014 / 18:00 Uhr