Stand: 13.06.2017 11:15 Uhr

Groß Raden: Heiligtum der Slawen

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Eindrucksvoll und auch aus der Luft gut zu erkennen: die Ringwallburg der Slawensiedlung.

Einst war Groß Raden eine heilige Stätte: Vor mehr als 1.000 Jahren befand sich an der Stelle des heutigen archäologischen Freilichtmuseums ein Tempelort des slawischen Stammes der Warnower. Doch von der imposanten Ringwallburg auf einer Halbinsel im Groß Radener See war jahrhundertelang nicht mehr viel sichtbar. Ab 1973 gruben Archäologen die Burg samt dem alten Slawendorf wieder aus. Dabei förderten sie auch frühmittelalterliches Werkzeug wie Äxte, Sicheln und Messer sowie Silberschmuck und Münzen zutage. Sie deuten darauf hin, dass die Slawen bereits weitreichende Handelsbeziehungen pflegten. Die interessantesten Stücke sind in einer Dauerausstellung zu sehen.

Alltag im Frühmittelalter

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In solchen hölzernen Wohnhäusern haben die Slawen gelebt.

Heute ist ein Teil der Siedlung wieder rekonstruiert und als archäologisches Freilichtmuseum zu besichtigen, darunter die Befestigungsanlage, zwei Tempelstätten, mehrere Wohnhäuser, Brücken und eine Schmiede. So bekommen Besucher einen Eindruck vom Leben der Slawen. Einbäume, Eisschlitten und Karren zeigen, welche Transport- und Fortbewegungsmittel die einstigen Bewohner nutzten. Durch einen Tunnel, das sogenannte Tunneltor, gelangten sie in das Innere des Burgwalls mit einem Durchmesser von rund 50 Metern.

Archäologisches Freilichtmuseum Groß Raden

19406 Groß Raden bei Sternberg
Kastanienallee
Tel. (03847) 22 52

aktuelle Öffnungszeiten und Eintrittspreise auf der Website des Museums

Regelmäßig finden in Groß Raden Veranstaltungen statt, bei denen Besucher etwa historische Spiele und Wettkämpfe kennenlernen und bei Workshops den Alltag in einer Slawensiedlung nacherleben können. Abendführungen enden an einem wärmenden Lagerfeuer. Das Museum liegt in der Nähe von Sternberg in Mecklenburg.

Karte: Archäologisches Freilichtmuseum Groß Raden
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Dieses Thema im Programm:

Nordmagazin | 12.06.2017 | 19:30 Uhr

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