Stand: 29.10.2015 16:49 Uhr

Lüneburg: Salz, Stint und Studenten

Lüneburgs "Bachkirche": St. Michaelis

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Der mächtige Bau der Michaeliskirche stammt aus dem 14. und 15. Jahrhundert.

Im Gebiet der westlichen Altstadt können Besucher noch mehr unterirdische Zeugnisse der Vergangenheit entdecken. Ausgrabungen legten Reste eines ehemaligen Benediktinerklosters frei. Die alten Gewölbe sind vermutlich Teil des Kapitelsaals, des Hauptversammlungsraums der Mönche. Sie liegen gleich nördlich der St.-Michaelis-Kirche, deren trutziger Turm von einer barocken Haube mit Dachlaterne gekrönt wird. Urkunden belegen, dass schon im Jahr 956 ein Michaeliskloster in der Burg der Billunger auf dem Kalkberg stand.

St. Johannis in Kürze

Bauzeit: 1289-1308, Erweiterungen im 14. und 15. Jh.
Besonderheit: Der mehr als 108 m hohe Turm ist einer der höchsten Kirchtürme Niedersachsens; durch eine Verformung des Dachstuhls wirkt er von allen Seiten aus betrachtet schief.
Architektur: St. Johannis liegt wie ihre Nachbarinnen St. Nicolai und St. Michaelis an der Europäischen Route der Backsteingotik
Konfession: evangelisch-lutherisch

Nachdem die Festung 1371 zerstört wurde, wurden Kirche und Kloster innerhalb der Stadtmauern neu aufgebaut - leider auf der Abbruchkante eines Salzstocks, was die Pfeiler im Kirchenschiff bis zu 70 Zentimeter aus dem Lot brachte. St. Michaelis wird auch "die Bachkirche des Nordens" genannt, denn hier hat einst Johann Sebastian Bach musiziert, der um 1700 als Jugendlicher die Partikularschule des Klosters besuchte.

Die jüngste Hauptkirche Lüneburgs ist St. Nicolai, deren Backsteinturm erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts errichtet wurde.

Salz, Geschichte und mehr: Besuch im Museum

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Salz, das "weiße Gold", bestimmte jahrhundertelang die Geschichte der Stadt. Es war wertvoll und begehrt, wurde über Lübeck im ganzen Ostseeraum gehandelt und diente in erster Linie zur Konservierung von Lebensmitteln wie Hering. Aus Salzstollen, die bis zu 20 Meter unter die Erde führten, beförderten die Lüneburger die Sole, eine Salzwasserlösung, an die Erdoberfläche. Dort wurde die Sole in Wannen auf Feuer erhitzt: Das Wasser verdampfte, das Salz kristallisierte aus. Wie das genau funktioniert und wie sich Salzkristalle anfühlen, können Besucher im Deutschen Salzmuseum erfahren. Das Haus steht am Ort der alten Produktionsstätten, die 1980 geschlossen wurden, und versteht sich als "Museum zum Anfassen". Es vermittelt auf anschauliche Weise Wissenswertes über Salz und dessen Bedeutung.

Einen sehr anschaulichen Überblick über die Geschichte der Stadt gibt auch das Lüneburg Museum. Die neu konzipierte Ausstellung verbindet Naturkunde, Archäologie und Stadtgeschichte und spannt einen Bogen von der Eiszeit übers Mittelalter bis zur Gegenwart. Dabei geht es um so unterschiedliche Themen wie Landschaft, Kunst, die Hanse, den Nationalsozialismus und die Anti-Atom-Bewegung.

Entspannen in der Salztherme

Salz ist auch das Thema im "Salü" - der Salztherme am alten Kurpark. Dort können Besucher in verschiedenen Salzwasserbecken, zum Beispiel einem Wellenbad und einem Sole-Außenbecken, baden und entspannen. Das Wasser enthält bis zu vier Prozent Sole. Zusätzlich bietet die Therme verschiedene Saunen, Wellness-Anwendungen, ein spezielles Kinderbecken und eine Riesenrutsche.

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Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen / Nordtour / 16.01.2016 / 18:05 Uhr

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