Stand: 21.06.2013 09:22 Uhr

Gletscher und Feuer im Heide-Erlebniszentrum

von Janine Kühl, NDR.de

Wie kommt Granit aus Schweden in die Lüneburger Heide? Was hat die Eiszeit mit der heutigen Kulturlandschaft zu tun? Und was haben Heidschnucken und kontrollierte Brände gemeinsam? Diese Fragen klärt auf anschauliche Art und Weise das Heide-Erlebniszentrum in Undeloh. Seit 2009 vermittelt das Informationszentrum Heidebesuchern einen Einblick in die Entstehung, Geschichte, Biologie und Pflege der Lüneburger Heide. Filme, historische Gegenstände und lebendig gestaltete Stellwände laden auf drei Ebenen zu einer kurzweiligen und informativen Entdeckungstour ein.

Heide hören, sehen und fühlen

Am Anfang war das Eis

Der Rundgang durch das Erlebniszentrum beginnt im Keller, wo weiß beleuchtete Plexiglaswände inmitten eines dunklen Raumes ein Gefühl von Eiszeit vermitteln. Knappe, gut verständliche Texte und ein Film erklären, wie das Eis die Landschaft und Bodenbeschaffenheit der Region geprägt hat. Wer mutig ist, wagt sich ohne Taschenlampe in das nachgebaute Hünengrab. Von Großsteingräbern zur Kirchmauer: Auf der Rückseite der aufklappbaren Steinmodelle findet der Besucher Informationen über die Nutzung der Findlinge von der Stein- bis in die Neuzeit.

Vom armen Bauernland zum Tourismuszentrum

Heide-Erlebniszentrum

Wilseder Str. 23
21274 Undeloh
Tel. (04189) 81 86 48

Öffnungszeiten:
ganzjährig geöffnet
10 bis 17 Uhr
Samstag und Sonntag 10 bis 18 Uhr

Eintritt: frei

Die Lüneburger Heide ist mehr als eine von Wacholdern durchsetzte Heidefläche. Wiesen und Weiden, unterschiedliche Waldformen, Sumpflandschaften und Hochmoore prägen zum Teil noch heute das Naturschutzgebiet. Diese Landschaftsformen werden mit beschrifteten Stellwänden sowie durch unterschiedlich gestaltete Böden im Erdgeschoss des Hauses dargestellt. Im Mittelpunkt stehen die Fragen, wie die Menschen die Landschaft geprägt haben und warum die Heide sich hier so wohl fühlt.

Landschaftspflege mit Schnucke und Maschine

Wer an die Heide denkt, hat meist Bilder von Heidschnuckenherden und Bienenstöcken vor Augen. Zu recht: Seit etwa 600 Jahren wird die Imkerei in der Heide betrieben. Diesem Wirtschaftszweig und der Schäferarbeit widmet sich das Zentrum im Obergeschoss des Hauses. Zudem geht es hier um die Pflege der Heide, die heute parallel mit alten und modernen Methoden betrieben wird. Filme von kontrollierten Bränden und maschinellen Pflegemaßnahmen, Fotos und kurze Texte veranschaulichen die aufwendige Arbeit zur Erhaltung der Kulturlandschaft.

Auf zum Wilseder Berg

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Bienenstöcke inmitten der blühenden Heidelandschaft: Ein typisches Bild der Lüneburger Heide.

Gleich hinter dem Haus, ursprünglich ein Wanderheim aus den 1960-er Jahren, beginnt das Naturschutzgebiet mit seinen ausgedehnten Wanderwegen. Wer möchte, kann sich vor einer Wanderung in Richtung Wilsede noch im Café des Erlebniszentrums bei leckerem Kuchen und Kaffee stärken.   

Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen | Nordtour | 24.09.2016 | 18:00 Uhr

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