Stand: 25.08.2017 13:34 Uhr

Zur Blüte in die Lüneburger Heide

Sie ist eines der schönsten Naturereignisse in Norddeutschland: die Heideblüte in der Lüneburger Heide. Hunderttausende der leuchtend violett blühenden Pflanzen verwandeln die Landschaft ab August in ein Farbenmeer. Besucher können das Naturschauspiel jetzt wieder erleben. Ein Großteil Hälfte der Heideflächen in der Region blüht jetzt, allerdings etwas weniger stark als sonst, denn wegen des kalten Frühjahrs haben die Pflanzen weniger Blüten gebildet. Wo die Heide gerade am schönsten blüht, zeigt das Blüten-Barometer.

Die sogenannte Besenheide blüht nahe Amelinghausen. © dpa Fotograf: Philipp Schulze

Lila, soweit das Auge reicht: Heideblüte beginnt

Nach einer alten Faustregel blüht das lilafarbene Heidekraut immer vom 8. August. Bis Anfang September strömen dann rund 1,5 Millionen Menschen in die Heidelandschaft.

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Nach der gängigen Faustregel dauert das Naturschauspiel etwa vom 8. August bis zum 9. September. In dieser Zeit blüht die Besenheide, eine Heideart, die auf den nährstoffarmen und sandigen Böden der Region gut gedeiht. Besonders eindrucksvoll strahlen die kleinen, hellvioletten Blüten im Sonnenlicht des späten Nachmittags und frühen Abends.

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Die Glockenheide liebt sumpfige Gebiete wie die Heidemoore und blüht bereits im Hochsommer.

Bereits ab Juli blüht die Glockenheide. Da sie feuchtere Böden bevorzugt, ist sie in der Lüneburger Heide allerdings seltener als die Besenheide, von der sie sich durch ihre etwas größeren, glockenförmigen Blüten unterscheidet.

Blick über das Blütenmeer

Zu Fuß, mit dem Rad, auf dem Pferd oder bei einer Kutschfahrt lässt sich das Naturschauspiel der Heideblüte am besten erleben. Die größten zusammenhängenden Heideflächen Westeuropas finden sich östlich von Schneverdingen und rund um den Wilseder Berg westlich der Autobahn 7. Er ist mit 169 Metern die höchste Erhebung der Region und bietet einen grandiosen Blick über Heide- und Waldflächen. Gute Ausgangspunkte für Touren dorthin sind die kleinen Orte Undeloh, Döhle und Nieder- und Overhaverbeck. Auch in der Timmeloher Heide, der Weseler Heide sowie in der Schwindebecker Heide östlich der A7 bei Soderstorf erstrecken sich weite Heideflächen. Einen Besuch wert ist die Schwindequelle, die zweitwasserreichste Quelle Niedersachsens.

Besonders lohnend ist zudem eine Wanderung auf dem Heidschnuckenweg, der durch einige der schönsten Ecken der Heide führt. Er wurde 2014 zum schönsten Wanderweg Deutschlands gekürt.

Sommertour durch die Lüneburger Heide

Per Heide-Shuttle zur Blüte

Bequem und zugleich klimafreundlich ist die Anreise mit dem Heide-Shuttle. Die kostenlosen Busse verkehren vom 15. Juli bis zum 15. Oktober auf vier Ringlinien zwischen den traditionellen Heideorten und den Regionalbahnhöfen und sind mit Fahrradanhängern ausgestattet. Auch die Mitnahme der Räder ist kostenlos.

Große Heideflächen finden sich auch im Naturpark Südheide rund um Müden/Örtze, Faßberg, Hermannsburg und Unterlüß . Sehr sehenswert ist zudem die Ellerndorfer Wacholderheide nördlich von Eimke. Auf der unten stehenden Karte sind einige der schönsten Heideflächen markiert.

Karte: Hier blüht die Heide
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Heidewanderung durch Täler und über Hügel

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Auf dem Heidschnuckenweg durch das Blütenmeer

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Schneverdingen: Stadt der Heideblüte

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Dieses Thema im Programm:

Nordtour | 26.08.2017 | 18:00 Uhr

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