Stand: 29.06.2016 12:29 Uhr

Rendsburg: Stadt im Herzen Schleswig-Holsteins

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Um die Marienkirche drängen sich Häuser an kleinen Gassen.

1199 erstmals erwähnt, kann Rendsburg auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurückblicken. Sehenswürdigkeiten wie die St. Marienkirche von 1287, das alte Rathaus oder der Paradeplatz zeugen davon. Sie liegen zusammen mit 27 weiteren interessanten Punkten an der sogenannten "blue line". Der Weg, der mit blauer Farbe auf den Pflastersteinen markiert ist, führt 3,2 Kilometer durch die Stadt - Startpunkt ist der Altstädter Markt. Die Tourist-Information bietet eine Beschreibung der Sehenswürdigkeiten entlang der "blue line" an.

Prächtige Aussicht von der Hochbrücke

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Die Rendsburger Hochbrücke ist die längste Eisenbahnbrücke Deutschlands. Sie wurde 1913 eingeweiht.

Wichtigste Sehenswürdigkeit Rendsburgs ist ein imposantes Baudenkmal: die 42 Meter hohe und 2.486 Meter lange Eisenbahnbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal. Zwischen 1911 und 1913 erbaut, ist sie noch heute eine der bedeutendsten und größten Brücken Europas. Auf 40 Meter Höhe befindet sich eine Aussichtsplattform, von der Besucher einen großartigen Ausblick auf die Wasserstraße und das Umland haben. Führungen zur Plattform, die über eine Wendeltreppe zu erreichen ist, finden von Mai bis September jeweils sonntags um 14 und 15 Uhr statt.

Die Schwebefähre fährt nicht mehr

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Bis Anfang 2016 war die Schwebefähre ein wichtiges Verkehrsmittel und eine Attraktion für Touristen.

Ein Erlebnis war auch eine Fahrt mit der Schwebefähre, die unter der Brücke hängt. Sie wurde 1913 gebaut und brachte mehr als 100 Jahre lang Passagiere und Fahrzeuge von einer Seite des Nord-Ostsee-Kanals auf die andere. Der Rumpf der Fähre hing an Stahlseilen an der Eisenbahnbrücke. So überquerte sie das Wasser, ohne es zu berühren. Sechs Autos und 60 Fußgänger passten auf die Schwebefähre. Am 8. Januar 2016 stieß ein Frachter mit der Schwebefähre zusammen. Dabei wurde sie so schwer beschädigt, dass der Betrieb eingestellt und die Fähre demontiert werden musste. Da eine Reparatur nicht möglich ist, wird sie neu gebaut.

Wandern und Radfahren

Rendsburg liegt an der Eider, dem längsten Fluss im nördlichsten Bundesland, und verbindet die beiden Landesteile Schleswig und Holstein. Rund um die Stadt bieten sich zahlreiche Aktivitäten für Urlauber an: Radfahren, Reiten, Rudern, Segeln oder Angeln. In Fahrrad-Entfernung befinden sich die Naturparks Hüttener Berge, Westensee und Aukrug. Auch Wanderer kommen auf ihre Kosten. Durch die Region führen drei europäische Fernwanderwege, unter anderem der historische Ochsenweg und der alte Pilgerweg Via Jutlandica.

Auf dem Wasserweg nach Kiel

Wer gern mit dem Schiff fährt, kann einen Ausflug über den Nord-Ostsee-Kanal machen: Die etwa vierstündigen Touren starten in Rendsburg und enden in Kiel oder umgekehrt. Auch die Deutsche Fährstraße führt durch Rendsburg. Die knapp 250 Kilometer lange Ferienstraße verbindet etwa 50 verschiedene Fähren, Brücken, Schleusen, Sperrwerke und maritime Museen zwischen Bremervörde und Kiel. Die drei unterschiedlichen Strecken (für Radfahrer, Autofahrer und Wassersportler) folgen dem Fluss Oste, der Unterelbe, dem Nord-Ostsee-Kanal und der Kieler Förde.

Karte: Rendsburger Hochbrücke
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