Stand: 13.05.2016 10:49 Uhr

Eckernförde: Die Heimat der Sprotten

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Im Hafen mit dem Silo liegen neben Fischerbooten auch viele Jachten.

Seit 1830 trägt Eckernförde den Titel Ostseebad. Und noch immer lockt der vier Kilometer lange Sandstrand am Ufer der Förde viele Touristen an. Mit Kurpark und einem 700 Jahre alten Stadtkern und einem hübschen Hafen hat das Städtchen nordwestlich von Kiel auch sonst einiges zu bieten.

Das wohl berühmteste Produkt aus Eckernförde ist die "Kieler Sprotte". Bis in die 50er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts war Eckernförde mit mehr als 50 Fischräuchereien Deutschlands "Sprotten-Metropole". Heute gibt es nur noch eine Räucherei, die die heringsähnlichen Fische verarbeitet. Echte Kieler Sprotten werden noch immer nach traditioneller Art in sogenannten Altonaer Öfen über Buchen- und Erlenholz geräuchert.

Ein Museum bewahrt die Tradition

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Die geräucherten Kieler Sprotten wurden angeblich in Eckernförde "erfunden".

Ein Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine historische Räucherei als Museum zu betreiben. Sonnabends von 10 bis 13 Uhr können sich Interessierte über die Entwicklung des Projekts zwischen Gudewerdtstraße und Jungfernstieg informieren. Mitte Juli feiert die Stadt ihren Lieblingsfisch mit den Sprottentagen.

Info-Center stellt die Ostsee vor

Am langen Strand von Eckernförde bietet das Ostsee Info-Center Einblicke in die faszinierende Welt der Ostsee. Besucher erfahren alles über einheimische Meerestiere. Zu den Höhepunkten zählen ein virtueller Spaziergang über den Grund der Eckernförder Bucht und das große Fühlbecken. Dort dürfen Besucher Krebse, Plattfische und Seesterne berühren.

Bummel zum Hafen

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Fischer verkaufen am Hafen ihren Fang.

Ein Muss in Eckernförde ist der Besuch des Hafens. Viele Fischer verkaufen fangfrischen Fisch direkt vom Schiff aus. Jeden ersten Sonntag im Monat lockt ein großer Fischmarkt zahlreiche Gäste an. Zu Pfingsten findet die traditionelle Aalregatta von Kiel nach Eckernförde statt, verbunden mit einem mehrtägigen Volksfest. Bei der Ankunft in Eckernförde bekommen die Segler einen geräucherten Aal als Preis. Neben dem maritimen Leben am Hafen zählen die alte Holzbrücke und das 1931 erbaute Backstein-Getreidesilo zu den beliebtesten Fotomotiven in Eckernförde.

St. Nicolai Kirche

Auf dem Marktplatz steht die dreischiffige Nicolai-Kirche, die im 13. Jahrhundert erbaut wurde. Aus dieser Zeit ist auch eine Ausmalung des Chorgewölbes erhalten. Ebenfalls sehenswert ist der barocke Hochaltar, eine Arbeit von Hans Gudewerdt dem Jüngeren.

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Museum zeigt die Stadtgeschichte

Das Stadtmuseum im Alten Rathaus zeigt die historische Entwicklung von Eckernförde. Biedermeier- und Jugendstilmöbel sowie eine Küche geben einen Einblick in die Wohnkultur des vergangenen Jahrhunderts. Durch den Seehandel und die Fischerei florierte in Eckernförde auch der Handel, viele Kaufleute siedelten sich an. Das Museum zeigt einen historsichen Kaufmannsladen aus dem 19. Jahrhundert. Eine wirtschaftliche Blüte erlebte Eckernförde auch bereits im 16. Jahrhundert mit Seehandel, Fischerei und Schiffbau.

Weitere Tipps für einen Besuch des Ostseebades und der Eckernförder Bucht auf den Seiten der Tourismus-Gesellschaft.

Karte: Eckernförde
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Dieses Thema im Programm:

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