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Ein wenig steht sie im Schatten ihrer großen Schwestern Sylt und Föhr: Pellworm, die drittgrößte Nordfriesische Insel. Promi-Partys finden hier kaum statt, Sandstrände gibt es nicht. Grün bis an die Wasserkante präsentiert sich die Insel. Pellworm setzt auf sanften Tourismus und auf Landwirtschaft, die noch immer der wichtigste Wirtschaftszweig ist.
Urlauber finden auf Pellworm zwar keine Sandstrände, dafür aber reichlich Natur und Ruhe.
Zusätzlich bieten die Insulaner rund 2.000 Gästebetten an und kommen damit auf 200.000 Übernachtungen pro Jahr. Kleine Hotels, Pensionen und zahlreiche Ferienwohnungen erwarten die Besucher. Ein 28 Kilometer langer und acht Meter hoher Deich schützt die Insel vor den Fluten der Nordsee und bietet bei schönem Wetter reichlich Liegefläche für Sonnenanbeter. Wer es kuschelig mag, kann an verschiedenen Badestellen Strandkörbe mieten.
Sauberer Strom: Auf Pellworm sind mehrere Windkraftanlagen in Betrieb.
Derzeit leben knapp 1.200 Menschen dauerhaft auf Pellworm. Etwa 50 Bauernhöfe gibt es noch, die überwiegend Viehzucht betreiben. 70 Prozent ihrer Flächen nutzen die Landwirte als Grünland. Milchkühe und Mastbullen weiden auf den weiten Wiesen der 37 Quadratkilometer großen, fast runden Insel. Die Tiere tragen auch zur Energieversorgung bei. Biomasse heißt das Stichwort. Aus der Gülle wird Strom produziert. Die Kühe teilen sich die Wiesen mit Tausenden Schafen, die überall auf der Insel grasen. Mehrere Windkraft- und Solaranlagen sorgen außerdem dafür, dass auf der Insel viel umweltfreundlicher Strom entsteht.
Wer sich anmeldet, kann den Leuchtturm besteigen und den Blick über Insel und Nordsee genießen.
An der Ostküste lockt der kleine Hafen viele Besucher an. Er ist Heimat für sechs Kutter, die überwiegend zum Krabbenfang auslaufen. Touristen können die gekochten Meerestiere frisch vom Schiff kaufen und genießen. Südlich des Hafens steht der gut 40 Meter hohe, rot-weiße Leuchtturm. Wer den Aufstieg bewältigt hat, wird mit einem weiten Ausblick über die Insel und das Wattenmeer belohnt. Allerdings müssen sich Besucher beim Tourismusservice anmelden, Kinder dürfen erst ab 8 Jahren mit auf den Turm. Auf dem Leuchtturm können sich Paare auch das Ja-Wort geben. Heiraten auf der Insel liegt im Trend. Ob unter freiem Himmel, am Kamin, auf den Halligen, dem Leuchtturm oder auf dem Schiff - der Standesbeamte richtet sich nach (fast) allen Wünschen des Brautpaars.
Die Kirche St. Salvator ist das Wahrzeichen der Insel und mit ihrem Kirchturm weithin sichtbar.
Für die Schifffahrt gibt es eine weitere wichtige Orientierungsmarke: die Alte Kirche St. Salvator aus dem 11. Jahrhundert an der Westküste. Sie ist das Wahrzeichen der Insel und bietet mit der Ruine ihres roten Ziegelturms eine weithin sichtbare Landmarke. Im Inneren der Kirche befindet sich eine Arp-Schnitger-Orgel aus dem Jahr 1711, die noch heute regelmäßig bei Konzerten zu hören ist.
Wenige Kilometer nördlich steht am Deich die imposante Nordermühle, eine gut erhaltene Windmühle aus dem Jahr 1652. Der sogenannte Zwickstellholländer stand damals auf dem Deich, heute hinter dem neuen, rund acht Meter hohen Deich.