Stand: 17.02.2016 15:35 Uhr

Norderney: Seebad mit Charme und Geschichte

"Norder neye Oog" - Nordens neue Insel - so wurde Norderney früher genannt. Geologisch gesehen ist das Eiland die jüngste Ostfriesischen Inseln; gleichzeitig aber das älteste deutsche Nordseebad, gegründet 1797. Daher gibt es auf Norderney neben der abwechslungsreichen Natur und dem langen Strand auch sehenswerte historische Gebäude.

Norderney: Ein Inselporträt in Bildern

Blick auf die Terrasse der Milchbar auf Norderney. © NDR

Ein Streifzug durchs neue Norderney

Nordtour -

Norderney ist auf dem Weg, das "neue Sylt" zu werden - nur schöner, sagen die Fans des Nordseebades. Kurzurlauber finden dort nicht nur Meer und Strand, sondern auch Lifestyle.

4,1 bei 40 Bewertungen

Mit von 5 Sternen

bewerten

Vielen Dank.

schließen

Sie haben bereits abgestimmt.

schließen

Kurhaus, Dünencafé und Leuchtturm

Zu den historischen Bauten gehören unter anderen das Kurhaus, die Windmühle "Selden Rüst", die Marienhöhe - ein Dünen-Café mit schöner Aussicht - und der alte Leuchtturm. Mit 54 Metern Höhe überragt der von 1871 bis 1874 errichtete Backsteinbau alle anderen Gebäude auf der Insel. 254 Stufen führen vom Sockel bis zur Aussichtsplattform an der Turmspitze. Das Besondere: Die Leuchtfeuerlinse stammt aus Frankreich und dreht sich links herum, was in Deutschland einzigartig ist. Eine Glaskuppel ermöglicht den freien Blick auf die technische Anlage.

Mit 14 Kilometern Länge und bis zu 2,5 Kilometern Breite ist Norderney die zweitgrößte Ostfriesische Insel. Sie liegt zwischen ihren Schwestern Juist und Baltrum mitten im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Hauptort Norderneys ist die gleichnamige Stadt mit rund 6.000 Einwohnern im Westen. Dort befinden sich sowohl der Fähranleger als auch viele Geschäfte, Restaurants, ein Brauhaus sowie das Meerwasserwellenbad mit Thalassozentrum und Sauna. Der Rest der Insel ist kaum bebaut und bewohnt, große Teile gehören zum Nationalpark Wattenmeer, einige stehen unter Naturschutz.

Historisches im Heimat- und Bademuseum 

Bild vergrößern
Badeurlaub anno 1910: Damals waren die Badekarren für die Kurgäste unerlässlich.

Wer sich für die Geschichte und Traditionen Norderneys interessiert, ist im Fischerhaus richtig. Das Heimatmuseum im Argonnerwäldchen in der Nähe des Weststrandes zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie die Insulaner einst gelebt haben. Über die Reise- und Badekultur vergangener Zeiten informiert das Bademuseum, das neben einer Dauerausstellung auch Sonderschauen zeigt.

Wie wird das Wetter? Der Ausrufer informiert

Anreise nach Norderney

Mit der Bahn oder dem Auto bis Norddeich Mole. Von dort mit der Fähre (Dauer: 45 bis 60 Minuten) mehrmals täglich zur Insel.
Reisende können ihr Auto am Festland abstellen oder es mit nach Norderney nehmen. Fahrplan und Preise

Alternative: mit dem Flugzeug ab Norden oder Hamburg.

Entschuldigung, wo geht hier bitteschön die Post ab? Wo war noch mal der nächste Geldautomat und wo das Kinder-Spielhaus Kap Hoorn? Bernd Krüger hat auf jede Frage die richtige Antwort, denn er ist Ausrufer auf Norderney. Ein Beruf, der auf der Insel eine lange Tradition hat. In den Sommermonaten läutet Krüger jeden Vormittag seine schwere Messingglocke und sorgt dafür, dass Urlauber wie Einheimische mit den neuesten lokalen Nachrichten versorgt werden. Außerdem ruft der Insulaner aus, wo etwas los ist und wie das Wetter wird. Dabei legt er täglich etliche Kilometer am Strand und in der Stadt zurück. Bernd Krüger ist der meistfotografierte Mann der Insel sowie Ansprechpartner, Ratgeber, Wegweiser und Kummerkasten für Gäste.