Stand: 20.07.2014 09:13 Uhr

Natur und Geschichte im Sachsenwald erleben

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Im Sachsenwald steht auch dieses Mausoleum der Familie Bismarck. Dort liegen Otto von Bismarck und seine Frau Johanna.

Einst war der Sachsenwald das Jagdrevier des Kaisers, heute darf ihn jeder genießen. Sechs ausgeschilderte Wanderrouten erschließen den Laubwald im Osten Hamburgs. Reiter können ihn auf fast 50 Kilometer langen Wegen erkunden und auch für Radfahrer wurden Strecken markiert. Der Sachsenwald gehört der Familie von Bismarck, die noch heute in einem Anwesen in dem Örtchen Friedrichsruh lebt. Kaiser Wilhelm I. hatte das Gebiet 1871 Otto von Bismarck geschenkt.

An den einstigen Reichskanzler erinnern der 27 Meter hohe Bismarckturm in Aumühle sowie die Bismarck-Säule, ein Museum, eine wissenschaftliche Ausstellung und das Bismarck-Mausoleum in Friedrichsruh.

Seltene Vögel an der Bille

Mit knapp 70 Quadratkilometern gilt der Sachsenwald als größte Waldfläche in Schleswig-Holstein. Im Nordwesten begrenzt das romantische Flüsschen Bille den Wald. Der Flusslauf ist weitgehend unberührt und steht unter Naturschutz. So konnten sich zahlreiche seltene Vogel- und Fischarten ansiedeln, darunter Eisvögel.

Sechs verschiedene Wanderwege

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Durch den Sachsenwald führen verschiedene Wanderwege, etwa der Schlangenweg.

Spaziergänger und Wanderer können den Wald auf sechs ausgeschilderten Wegen erkunden. Der längste ist der knapp neun Kilometer lange Eisvogelweg. Er führt in das Naturschutzgebiet Billetal, vorbei an der Mineralwasser-Quelle Fürst Bismarck. Auf dem Rückweg gehen Ausflügler gut zwei Kilometer unter den Bäumen einer Lindenallee entlang. Alle beschilderten Rundwanderwege beginnen an den Bahnhöfen in Friedrichsruh oder Aumühle. Die kürzeste Route, der Schlangenweg, eignet sich mit knapp fünf Kilometern für einen ausgedehnten Spaziergang. Er führt unter anderem zum Garten der Schmetterlinge. Eine Übersicht aller Wege bietet die Website des Sachsenwaldes.

Kletterpark und alte Dampfloks

Wer den Ausflug in die Natur mit sportlicher Aktivität verbinden möchte, kann in Aumühle in einem professionellen Kletterpark zwischen alten Buchen und Eichen seine Geschicklichkeit testen. Freunde historischer Eisenbahnen sollten einen Besuch im Museum Lokschuppen einplanen. Dort können sie Dampfloks und einen Schienenbus aus den 50er-Jahren besichtigen.

Tipp

Auf Bismarcks Spuren durch Friedrichsruh

In dem kleinen Ort im Sachsenwald lebte Otto von Bismarck bis zu seinem Tod 1898. Ein Museum, eine Dauerausstellung und ein Mausoleum erinnern an den "Eisernen Kanzler". mehr

Bismarck und Friedrichsruh

Kaiser Wilhelm I. schenkte Otto von Bismarck 1871 den Sachsenwald. Der erste deutsche Reichskanzler kümmerte sich um die forstwirtschaftliche Nutzung des Waldes und kaufte mehrere Anwesen im kleinen Ort Friedrichsruh. Nach Bismarcks Entlassung 1890 blieb Friedrichsruh sein Ruhesitz. Seine Nachkommen leben dort noch heute.
Bismarcks Leichnam ruht in einem Mausoleum, das für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Ein Museum zeigt persönliche Stücke aus dem Besitz Otto von Bismarcks, eine Ausstellung im alten Bahnhofsgebäude informiert über den politischen Werdegang des Reichskanzlers.

Karte: Sachsenwald

Dieses Thema im Programm:

DAS! | 16.11.2014 | 18:45 Uhr

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