Stand: 13.03.2012 10:36 Uhr

Grünes Idyll an den Lauenburgischen Seen

Mehr als 40 Seen zählen zu dem Naturpark, der sich am besten zu Fuß oder per Rad erkunden lässt.

Seen und Flüsse, Moore und Feuchtwiesen, Wälder und Heidelandschaften prägen das Landschaftsbild im Naturpark Lauenburgische Seen. Im Länderdreieck zwischen Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen hat sich im Bereich der ehemaligen innerdeutschen Grenze ein Naturraum entwickelt, der zahlreichen seltenen Tieren eine Heimat bietet. Mit einer Fläche von 2.400 Hektar ist der Schaalsee der größte der mehr als 40 Seen des Gebiets. Der 1961 gegründete Park war der erste Naturpark in Schleswig-Holstein und zählt zu den ältesten in Deutschland. Besucher können das Schutzgebiet auf eigene Faust oder auf ausgewiesenen Wegen zu Fuß, per Rad oder mit dem Pferd erkunden. Die schönsten Naturerlebnisse lassen sich wohl in Begleitung der Naturpark-Ranger bei einer geführten Wanderung machen.

Viel Ruhe für seltene Tiere

Die Uferregionen sind Rastplatz vieler Vogelarten, darunter auch Kraniche.

Die Endmoränenlandschaft der Weichseleiszeit mit vielen Gewässern und intakten Uferregionen bietet großen Vögeln wie Seeadler, Kranich und Schwarzstorch ebenso einen Lebensraum wie dem scheuen Fischotter oder der seltenen Maräne. Auch Eisvogel und Rohrdommel haben in der wilden Landschaft ihren Platz gefunden und behauptet. Im Frühjahr und Herbst sind die Niederungen ein Rastplatz für Tausende Zugvögel. Etwa ein Viertel des 474 Quadratkilometer großen Naturparks ist von Wäldern bedeckt, meist aus Buchen und Eichen. Zum Konzept des Schutzgebietes gehört das Nebeneinander von Tourismus und Naturschutz. Gemeinsam mit dem angrenzenden mecklenburgischen Biosphärenreservat Schaalsee bildet der Naturpark Lauenburgische See ein vom Bund gefördertes "Gebiet von gesamtstaatlich repräsentativer Bedeutung für den Naturschutz".

Gewachsene Kulturlandschaft

Mit den vier anderen schleswig-holsteinischen Naturparks ist die Lauenburgische Seenlandschaft mit den 117 Kilometer langen Naturparkweg verbunden. Auch die Alte Salzstraße von Lüneburg nach Lübeck führt zum Teil durch die Seenregion. Darüber hinaus sind im Naturpark selbst etliche Wander-, Rad- und Reitwege ausgeschildert. Die nur dünn besiedelte Kulturlandschaft wird von einem Netz aus Feldern, Wiesen und roten Backsteingebäuden durchzogen. Typisch für die Region sind auch die Knicks, wie die Wallhecken zwischen den Grundstücken in Schleswig-Holstein heißen. Neben den Städten Ratzeburg und Mölln bieten auch die zahlreichen Dörfer und Gemeinden ein vielfältiges kulturelles Angebot. Hofcafés und Landgasthöfe laden zur Einkehr und zum gemütlichen Verweilen ein.

Kulturlandschaft

46.000 Kilometer Knicks in Schleswig-Holstein

Jede Menge Leben steckt in einem Knick. Entstanden als Begrenzung von Ackerland, haben sich die Wallhecken zu einzigartigen Biotopen entwickelt. Hübsch anzusehen sind sie auch. mehr

Karte: Naturpark Lauenburgische Seen

Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 20.03.2016 | 19:30 Uhr

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