Stand: 18.05.2017 17:06 Uhr

Geologische Zeitreise im Südharz

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Vor rund 250 Millionen Jahren lag der Südharz am Rand des Zechsteinmeeres.

Der Harz beeindruckt nicht nur Naturfreunde, sondern auch Geologen. In Millionen Jahren sind dort vielfältige Erdformationen entstanden. Die eingelagerten Bodenschätze waren der Grund dafür, dass im Harz jahrhundertelang intensiv Bergbau betrieben wurde. Im "NatUrzeitmuseum" in Bad Sachsa erfahren Besucher, wie sich die Landschaft im Südharz gebildet und über Jahrmillionen verändert hat. Der Ursprung liegt 290 Millionen Jahre zurück, als der Ravensberg, die höchste Erhebung der Region, noch ein aktiver Vulkan war. Die erstarrte Lava, Fließstein oder Rhyolith genannt, finden Geologen noch heute an dem Berg.

Von Meer bis Wüste

NatUrzeitmuseum Bad Sachsa

Am Kurpark 6
37441 Bad Sachsa
Tel. (0800) 588 78 94

aktuelle Öffnungszeiten und Eintrittspreise auf der Website des Museums

Die Ausstellung des Museums gliedert sich in vier große Abschnitte: Feuerwelten mit dem Vulkanismus, Meereswelten mit dem Kupferschiefermeer, sowie Wüsten- und Geowelten, die sich mit der Eiszeit vor 300.000 Jahren befassen. Anhand vieler Modelle zeigt das Naturzeitmuseum, wie die Südharz-Region zur jeweiligen Zeit ausgesehen haben muss und welche Pflanzen und Tiere dort lebten. Heute prägen Karstlandschaften mit wenig Oberflächenwasser den Südharz. Das Gestein im Boden, etwa Gips, löst sich im eindringenden Wasser auf. So entstehen langfristig Hohlräume, die später einstürzen und sogenannte Erdfälle hinterlassen.

Spurensuche im Geopark

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Im Dolomit-Gestein des 345 Meter hohen Römersteins bei Bad Sachsa finden sich zahlreiche Muscheln.

Das Naturzeitmuseum ist gleichzeitig eines von mehreren Informationszentren des UNESCO Global Geoparks Harz - Braunschweiger Land - Ostfalen. Der Geopark erstreckt sich über fast 10.000 Quadratkilometer vom Südharz bis in den Raum Wolfsburg und im Osten bis nach Sachsen-Anhalt. Sogenannte Landmarken, markante und bekannte Landschaftsformationen wie der Sachsenstein, der Hübichenstein und der Brocken, aber auch Bauwerke wie das Erzbergwerk Rammelsberg bei Goslar und die Alte Burg in Osterode, leiten Besucher zu geologisch interessanten Schauplätzen. Vor Ort informieren Tafeln über die Details. So kann ein Ausflug in den Harz zu einer geologischen Spurensuche werden.

Den Nordteil erkunden

Der Findlingsgarten in Königslutter ist einer der Erlebnispunkte des Freilichtmuseums FEMO.

Für den nördlichen Teil des Geoparks ist ein Informationszentrum in Königslutter die zentrale Anlaufstelle. Dort wird die Erdgeschichte anschaulich erklärt. Auch das angegliederte Freilicht- und Erlebnismuseum Ostfalen (FEMO) möchte Besuchern die Erd-, Natur- und Kulturgeschichte der Region näherbringen. Zu seinem Angebot gehören neben Erlebnispunkten auch sogenannte Entdeckungspfade, Kurzwanderungen zu geologischen oder botanischen Besonderheiten an vielen Stellen in der Region.

Karte: Der Südharz
Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 15.05.2017 | 08:30 Uhr

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