Stand: 13.10.2016 15:01 Uhr

Auge in Auge mit den Luchsen im Harz

von Axel Franz, NDR.de

In den tiefen Wäldern des Harzes leben seit einigen Jahren wieder Luchse in freier Wildbahn. Vor Menschen verstecken sich die scheuen Raubkatzen jedoch, sodass es kaum möglich ist, eines der eleganten Tiere zu entdecken. Allerdings gibt es bei Bad Harzburg, in unmittelbarer Nähe der Rabenklippen, ein Schaugehege. Auf 10.000 Quadratmetern Waldgelände leben dort fünf Luchse, die jeweils mittwochs und sonnabends gefüttert werden. Wer an diesen Tagen zu dem Gehege wandert, bekommt sicher einige Tiere zu sehen.

Ausflug zu den Luchsen

Zu Fuß oder mit dem Bus

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Charakteristisches Merkmal von Luchsen sind die Haarbüschel auf den Ohren.

Während der Fütterung, die jeweils um 14.30 Uhr beginnt, informieren Mitarbeiter des Nationalparks Harz auch über das Luchsprojekt, die Auswilderung der Tiere und die Besonderheiten der Großkatzen. Von einer erhöhten Plattform aus lässt sich ein Teil des weitläufigen Geheges gut überblicken. Der Zugang ist jederzeit kostenlos möglich. Die Wanderung von der Bergstation der Burgberg-Seilbahn in Bad Harzburg zum Luchsgehege dauert gut eine Stunde pro Richtung. Im Sommerhalbjahr fährt auch ein Linienbus aus der Stadt zu den Rabenklippen.

Einsame Räuber

Der Eurasische Luchs ist die größte europäische Katze. Bei einer Schulterhöhe von etwa 60 Zentimetern wiegt ein Luchs rund 20 Kilogramm. Die Einzelgänger jagen vor allem Rehe und Rothirsche. Einst war der Luchs in fast ganz Europa verbreitet, heute lebt er nur noch in wenigen Gebieten mit Schwerpunkt Skandinavien und Russland. Im Harz wurden die Tiere fast 200 Jahre nach ihrer Ausrottung ab dem Jahr 2000 wieder angesiedelt. Inzwischen haben sie sich in der Natur auf etwa 80 Exemplare vermehrt.

Karte: Der Weg zu den Luchsen
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