Stand: 27.07.2017 16:03 Uhr

Hannover: Die Messestadt im Grünen

Messestadt und Verkehrsknotenpunkt, Altstadt und Herrenhäuser Gärten: Hannover und sein Stadtbild zeigen sich vielfältig. Im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, finden sich zwischen Gebäuden aus den Nachkriegsjahren immer wieder Häuserzeilen aus der Zeit um 1900. In den ehemals dörflichen Stadtteilen abseits der City stehen bis heute viele Fachwerkhäuser und im gesamten Stadtgebiet gibt es etliche architektonische Kleinodien. In der City allerdings dominieren funktionale Bauten aus den 50er- und 60er-Jahren.

Mit einem der bedeutendsten Barockgärten Europas bietet Hannover seinen Bewohnern und Touristen aus aller Welt eine große grüne Lunge. Vor mehr als 300 Jahren wurden die Herrenhäuser Gärten als Lustwandelfläche angelegt und waren zunächst elitären Kreisen vorbehalten. © NDR, honorarfrei

Grüne Großstadt - Natürlich Hannover

die nordstory -

Hannover bietet seinen Bewohnern eine große grüne Lunge - vom Stadtwald Eilenriede über die Herrenhäuser Gärten bis zu den 20.000 Kleingärten. Das Filmteam atmet tief durch.

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Zeitgemäße Architektur setzt Akzente

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Die Niki-de-Saint-Phalle-Promenade unter der Fußgängerzone in Hannovers City verbindet den Bahnhof mit dem beliebten Treffpunkt Kröpcke.

Seit Jahren versucht die Stadtverwaltung, diesen schmucklosen Bauten mit Um- und Neubauten in zeitgemäßer Architektur neuen Glanz zu verleihen. So entstand aus der früheren Passerelle, einer unterirdischen Verbindung zwischen Hauptbahnhof und Kröpcke, dem Mittelpunkt der Innenstadt, die Niki-de-Saint-Phalle-Promenade. Die helle Ladenzeile setzt sich im renovierten Bahnhof auf zwei Etagen fort. Der prächtige Hauptbahnhof mit seiner Fassade aus dem 19. Jahrhundert ist ebenso ein Glanzlicht der City wie die Oper im klassizistischen Stil. Auf halber Strecke zwischen den Prunkbauten steht eine berühmte Uhr, die als idealer Treffpunkt mit Zeitanzeige geschätzt wird: die historische Kröpcke-Uhr von 1885.

Kultur von Kunst bis Schützenfest

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Die poppig bunten "Nanas" am Hohen Ufer schuf Niki de Saint Phalle 1974. Besorgte Bürger sprachen von einer "Verunglimpfung des weiblichen Körpers".

Kunst und Kultur setzen bunte Tupfer in das Stadtbild: Straßenkunst wie die drei Nanas am Leineufer - große farbenfrohe Skulpturen der Künstlerin Niki de Saint Phalle - oder von verschiedenen Künstlern gestaltete Bushaltestellen fallen sofort ins Auge. Das Sprengel Museum am Nordufer des Maschsees zählt international zu den renommiertesten Kunsthäusern. Es widmet sich Künstlern des 20. und 21. Jahrhunderts. Das Museum zeigt die weltweit größten Sammlungen von Max Ernst und Kurt Schwitters, ein beachtliches Werk von Niki de Saint Phalle, die zweitgrößte Paul-Klee-Sammlung und immerhin 400 Werke von Pablo Picasso.

Low-Budget-Tipps

Hannover für den schmalen Geldbeutel

Museumsbesuch, Stadtrundgang und Konzerte: Wer einen Kurzurlaub in Hannover verbringt, kann auch ohne prall gefülltes Portemonnaie einiges erleben. Tipps für Gratis-Touren. mehr

Internationale zeitgenössische Kunst ist in der Galerie der Kestnergesellschaft zu sehen. Im Mittelpunkt der wechselnden Ausstellungen stehen nicht nur Malerei und Skulpturen, sondern auch Archtitektur, Design und Mode. Das Wilhelm Busch Museum für Karikatur widmet sich satirisch-humoristischer Kunst und das Niedersächsische Landesmuseum ist das größte staatliche Museum Niedersachsens. Sein Schwerpunkt liegt auf der Völker- und Naturkunde. Tipp: Fast alle Museen verzichten freitags auf das Eintrittsgeld.

Hannover pflegt jedoch auch seine lokalen Traditionen: In jedem Jahr findet dort das größte Schützenfest der Welt statt. Höhepunkt ist der Ausmarsch, wenn mehr als 10.000 Musiker, Künstler und natürlich Schützen in ihren Uniformen durch die Stadt marschieren. Hunderttausende Zuschauer lassen sich diesen Umzug nicht entgehen.

Dieses Thema im Programm:

Nordtour | 29.07.2017 | 18:00 Uhr

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