St. Pauli - Hamburgs bunte Meile

Reeperbahn und Rotlichtmilieu, Fischmarkt und Fußball, Musikclubs und -festivals: Dafür ist der Hamburger Stadtteil St. Pauli weit über die Grenzen der Hansestadt bekannt. Im 17. Jahrhundert unter dem Namen Hamburger Berg gegründet, etabliert sich in dem Viertel vor den Stadtmauern schon früh eine Amüsiermeile mit Lokalen und Tanzsälen. Später wird das Gebiet nach der gleichnamigen Kirche in St. Pauli umbenannt und 1894 eingemeindet. Kult-Schauspieler Hans Albers trägt mit dem Film "Große Freiheit Nr. 7" (1944) und dem Schlager "Auf der Reeperbahn nachts um halb eins" den Mythos St. Pauli in die Welt. Prägen in den 1970er-Jahren noch Eroscenter und Stripbars das Bild von St. Pauli, hält Ende der 80er-Jahre die Kultur Einzug auf dem Kiez. Heute gibt es dort sieben Bühnen.

Seit einigen Jahren verändert sich der Stadtteil. Investoren haben St. Pauli für sich entdeckt. Die Mieten steigen, alte Häuser werden abgerissen. Sie weichen Luxuswohnungen und modernen Bürogebäuden wie den Tanzenden Türmen. Alteingesessene Anwohner fürchten, aus ihrem Umfeld vertrieben zu werden - und dass der Charakter des Viertels verloren geht.

Mythos St. Pauli

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Als "Geile Meile" hat Udo Lindenberg sie besungen. Unzählige Bars, Clubs und Theater ziehen Besucher auf die Reeperbahn nach St. Pauli. Einst war sie das Armenhaus der Stadt. mehr

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Der Kiez im Film

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300 Meter Kiez: Spielbudenplatz

12.02.2014 18:15 Uhr
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26.10.2013 18:00 Uhr
Nordtour

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Die "Esso-Häuser" mit der Kult-Tankstelle in Hamburg waren weit über die Stadtgrenzen bekannt - jetzt sind sie verschwunden. Machen Sie doch mal den Vorher-Nachher-Vergleich! mehr

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Kiez-Geschichte

mit Video

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Am 13. April 1962 öffnet der Star-Club auf St. Pauli. Statt Schlagermusik ist hier Rock 'n' Roll angesagt. Auf der Bühne stehen am ersten Abend auch die Beatles. mehr