Stand: 08.03.2016 10:17 Uhr

Natur und Kunstgenuss im Jenischpark

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Das Jenisch-Haus thront inmitten des Parks hoch über der Elbe. Im Inneren befindet sich ein Museum.

Alte Eichen, Kastanien und Ahornbäume, dazwischen sanfte Hügel mit grünen Wiesen: Nur wenige Schritte von der Elbe entfernt befindet sich an einem Hang oberhalb von Teufelsbrück der Jenischpark - eine der schönsten Hamburger Grünanlagen.

Wahrzeichen des Parks ist das weiß gestrichene Jenisch-Haus mit seinen goldenen Brüstungen. 1834 ließ Senator Martin Johann Jenisch das klassizistische Herrenhaus für sich und seine Familie auf dem elbnahen Gelände errichten. Erworben hatte er es 1828 von dem Hamburger Kaufmann Caspar Voght, der dort bereits ab 1785 einen Landschaftsgarten im Stil einer "ornamented farm" angelegt hatte, einer Mischung aus Nutzgarten und Parkanlage. 1927 pachtete die Stadt Altona den Park, 1939 kaufte ihn die Stadt Hamburg.

Landschaftspark im Jenischpark. © NDR/Ralph Alexowitz, honorarfrei

Der Jenisch-Park - grüne Perle an der Elbe

NaturNah -

Das sanft abfallende Gelände des Jenisch-Parks mit Wald, Bachtal und kleinen Seen liegt direkt an der Elbe. Die jahrhundertealten Eichenbäume sind immer einen Ausflug wert.

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Spazieren gehen zwischen Feuchtwiesen, Rasenflächen und Bäumen

Heute ist der Jenischpark ein beliebtes Ausflugsziel. Von den höher gelegenen Rasenflächen aus bietet sich eine schöne Aussicht auf die Elbe und die vorbeiziehenden Schiffe. Die unter Naturschutz stehenden Feuchtwiesen der Flottbek mit der romantischen kleinen "Eierhütte" sowie der Nachbau der in den 1930er-Jahren abgerissenen Knüppelbrücke laden zu Spaziergängen ein.

Wechselnde Ausstellungen in Jenisch- und Ernst-Barlach-Haus

Auch für Kulturinteressierte hat der Jenischpark einiges zu bieten. So zeigt das Jenisch-Haus als Außenstelle des Altonaer Museums eine Daueraustellung zur großbürgerlichen Wohnkultur sowie wechselnde Ausstellungen aus den Bereichen Kunst und Architektur.

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Mit seiner schmucklosen Fassade bildet das Barlach-Haus das moderne Gegenstück zum Jenisch-Haus.

Das nebenan gelegene Ernst-Barlach-Haus beherbergt eine große Sammlung von Kunstwerken des expressionistischen Bildhauers und Zeichners. Bedeutend ist vor allem die 30 Werke umfassende Sammlung von Holzskulpturen. Das in einem schlichten, kubischen Bau untergebrachte Museum wurde von dem Hamburger Zigarettenfabrikanten Hermann F. Reemtsma gestiftet und zeigt Werke aus dessen Privatsammlung. Es wurde 1962 eröffnet.

Sehenswert sind auch die Gewächshäuser im nördlichen Teil des Parks (geöffnet täglich 10 - 16 Uhr, Eintritt frei). Martin Johann Jenisch war begeisterter Botaniker und besaß eine bedeutende Orchideensammlung. Darüber hinaus sammelte er Palmen und Kakteen. Zwar wurde das ursprüngliche Gewächshausensemble abgerissen, die heutige Anlage zeigt aber wieder tropische Pflanzen, die bereits Jenisch im 19. Jahrhundert kultivierte.

Der Jenischpark

Öffnungszeiten: durchgängig geöffnet
Zugänge: im Norden über Hochrad, im Westen von der Baron-Voght-Straße, im Osten über Holztwiete und im Süden über das Kaisertor oder von der Elbchaussee bei Teufelsbrück
Weitere Informationen auf der Website des Vereins der Freunde des Jenischparks

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen / NaturNah / 08.03.2016 / 18:15 Uhr