Stand: 17.09.2012 18:11 Uhr  | Archiv

Mit der "Wilden 13" Wilhelmsburg entdecken

von Petra Volquardsen

Eine Buslinie mit eigenem Spitznamen: Ohne die "Wilde 13" - wie Bewohner der Hamburger Elbinsel sie nennen - geht in Wilhelmsburg gar nichts. Von früh am Morgen bis spät in die Nacht pendelt die Metrobus-Linie zwischen dem S-Bahnhof Veddel und Kirchdorf-Süd - bringt Kinder zur Schule, Schichtarbeiter zur Arbeit, Kunden zum Wochenmarkt. In der 13 treffen Menschen aus vielen unterschiedlichen Kulturen aufeinander. Das birgt manchmal Konflikte, ist aber gleichzeitig auch sehr spannend.

Mit der "Wilden 13" durch Wilhelmsburg

Mehr als einfach nur ein Linienbus

Unverzichtbares Transportmittel für die einen - ein idealer Weg, Wilhelmsburg zu entdecken, für die anderen: Auf der Strecke der Linie 13 bekommt man einen Eindruck davon, wie sehr sich der Stadtteil gerade verändert. Wer mag, kann im Reiherstiegviertel aussteigen, über den Markt bummeln odereinen Abstecher zum Energiebunker machen - ein ehemaliger Luftschutzbunker, der im Rahmen der Internationalen Bauausstellung (IBA) 2013 umgebaut wurde. Viele weitere IBA-Projekte liegen ebenfalls an der in unmittelbarer Nähe der Busstrecke.

Buchtipp

Kerstin Schaefer: Die wilde 13. Durch Raum und Zeit in Hamburg-Wilhelmsburg
173 Seiten mit zahlreichen Fotos
ISBN-10: 3000378820
12 Euro

Ein Buch zum Bus

Sogar ein Buch ist über die Buslinie erschienen: Kerstin Schäfer ist Kulturanthropologin und lebt selbst im Reiherstiegviertel. Für ihr Buch ist sie manchmal vier Stunden täglich in der 13 gefahren, hat die Fahrgäste und ihre Gewohnheiten studiert. "Die 13 ist schon etwas Besonderes" - sagt ein Busfahrer, den die Autorin befragt hat - "entweder man hasst die 13 oder man liebt sie". Zu welcher Gruppe man gehört, kann jeder selbst herausfinden: Einfach einsteigen und mitfahren!

Karte: So fährt die Wilde 13 durch Wilhelmsburg