Stand: 30.08.2017 12:01 Uhr

Kleine Auszeit im Botanischen Sondergarten

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Schöne Staudenbeete und gepflegte Rasenflächen laden im Sondergarten zum Entspannen ein.

Zwischen breiten Ausfallstraßen verbirgt sich im Hamburger Osten ein kleines Naturparadies: der Botanische Sondergarten Wandsbek. Auf 1,5 Hektar versammelt er viele botanische Raritäten, darunter etwa den Taschentuchbaum, dessen Blüten an weiße Taschentücher erinnern, zwei Mammutbäume sowie Bananenstauden. Auf Rasenflächen zwischen den einzelnen Beeten mit prächtig blühenden Stauden laden Gartenstühle zum Entspannen ein. Der Eintritt zu der hübschen und gepflegten Anlage ist frei.

Tropische Pflanzen im Gewächshaus

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Ehrenamtliche kümmern sich um die Pflanzen im Gewächshaus.

Botanisch Interessierte finden an den Staudenbeeten allerdings nur wenige Hinweise, um welche Pflanzen es sich handelt. Wer es genauer wissen will, kann die detaillierten Informationen aber auf der Internetseite des Botanischen Sondergartens finden. Dort sind alle Beete mit ihren Pflanzen detailliert aufgeführt. Rund 1.000 verschiedene Pflanzenarten sind im Außenbereich sowie im Gewächshaus angesiedelt. Unter Glas finden sich viele Beispiele für tropische Nutzpflanzen, darunter Ananaspflanzen und Kaffeesträucher, außerdem verschiedene Arten fleischfressender Pflanzen. In einem Gang wachsen Mimosen: Bei Berührung klappen die Pflanzen ihre fedrigen Blätter ein.

Workshops, Pflanzvorschläge und Führungen für Gartenfreunde

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Welche Pflanzen eignen sich zur Dachbegrünung? Der Sondergarten zeigt ein Pflanzbeispiel.

Neben dem Gewächshaus ist eine Fläche angelegt, auf der Hobbygärtner Bepflanzungs-Beispiele finden, etwa zum Begrünen von Dächern oder zum bienenfreundlichen Gärtnern. Darüber hinaus bietet der Sondergarten ein breites Programm mit Workshops, Führungen und Vorträgen zu Themen wie Stecklingsvermehrung, Wildkräutern oder Obstbaumschnitt oder Vogelkunde. Außerdem findet jeweils einmal im Jahr eine Tauschbörse für Obstgehölze sowie für Keimgut statt. Im Herbst ist eine mobile Mosterei zu Gast, mit der Hobbygärtner ihre Früchte weiterverarbeiten können. Für Kinder gibt es in den Sommer- und Herbstferien spezielle Angebote.

Wahl zur Giftpflanze des Jahres

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Seit 2005 kürt der Sondergarten die Giftpflanze des Jahres. Kandidat für 2018 ist auch die Rizinuspflanze.

Einmal jährlich ruft der Sondergarten zur Wahl der Giftpflanze des Jahres auf. Besucher können Vorschläge einbringen und per Mail für ihren Favoriten stimmen. Im Jahr 2017 machte das Tränende Herz das Rennen, für 2018 stehen unter anderem Rizinus, Akelei und - für viele etwas überraschend - die Tomate zur Auswahl. Denn während reife Tomaten schmackhaft und unbedenklich sind, enthalten die unreifen Früchte und alle grünen Pflanzenteile das giftige Alkaloid Solanin. Allerdings ist es in den Früchten nur in relativ geringen Dosen enthalten, sodass erst beim Verzehr grüner Tomaten in Mengen ab etwa 600 Gramm Vorsicht geboten ist.

Interessierte Hobbygärtner willkommen

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Winterharte Bananenstauden gehören zu den besonders dekorativen Pflanzen in den Beeten des Gartens.

Wer Lust hat, im Sondergarten regelmäßig gärtnerisch aktiv zu werden, ist willkommen: Es werden stets Ehrenamtliche gesucht, die Lust haben, stundenweise das Gewächshaus für die Besucher zu öffnen und sich um die Pflanzen zu kümmern.

Angelegt wurde der Sondergarten als Schulgarten des Wandsbeker Lehrervereins im Jahr 1923. Den Namen Sondergarten trägt er, weil ein Botanischer Garten stets eine wissenschaftliche Begleitung erfordert, was in diesem Fall nicht gegeben ist.

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 14.08.2017 | 19:30 Uhr

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