Archiv

Mariendom in Hamburg-St. Georg

Bild vergrößern
Mariendom in St. Georg

Wie viele andere blieb auch das Geläut von St. Marien im Ersten Weltkrieg nicht verschont: Die Glocken mussten abgeliefert werden und gingen verloren. 1928 bekam die Kirche vier neue Bronzeglocken: die große C-Glocke "Salvator", die Es-Glocke "St. Marien", die F-Glocke "Caritas" und die G-Glocke "St. Josef", gegossen von der Firma Otto in Hemelingen. Jedoch mussten im Zweiten Weltkrieg drei der vier Glocken erneut abgeliefert werden. Glücklicherweise wurden zwei von ihnen nach Kriegsende auf dem Glockenfriedhof im Hafen wiedergefunden. Die fehlende "Caritas"-Glocke wurde nachgegossen und im Dezember 1947 kehrten die fehlenden drei Glocken nach St. Marien zurück.

Mariendom in St. Georg © Mariendom in St. Georg

Die Glocken vom Mariendom

NDR Kultur

4,62 bei 8 Bewertungen

Mit von 5 Sternen

bewerten

Vielen Dank.

schließen

Sie haben bereits abgestimmt.

schließen

Bereits im 11. Jahrhundert wurde in Hamburg ein steinerner Dom errichtet, der in der Folgezeit vielfach umgestaltet worden ist: im 13. Jahrhundert zu einer dreischiffigen Basilika und Ende des 14. Jahrhunderts zu einer backsteingotischen Hallenkirche.

Mariendom in St. Georg

Bau: erster Vorgängerbau 831: hölzerne Domkirche, die 845 bei einem Wikingerüberfall verbrannte
Konfession: römisch-katholisch
Besonderheiten: 1967 von Rudolf von Beckerath erbaute Orgel mit 50 Stimmen (nach Sanierung 2008 auf 65 Register erweitert)

Diese erhielt 1443 eine Turmspitze. Das gesamte Bauwerk wurde ab 1804 jedoch abgerissen - erst 89 Jahre später konnte die neu gebaute Marienkirche geweiht werden. 1995 wurde die Pfarrkirche St. Marien schließlich zur Domkirche erhoben, ab 2007 umgebaut und saniert und 2008 schließlich feierlich wiedereröffnet.

Karte: Mariendom in St. Georg
NDR Logo
Dieser Artikel wurde ausgedruckt unter der Adresse: http://www.ndr.de/ratgeber/reise/glocken/gnstgeorg101.html