Bevor es losgeht: Falls sich die Türen nicht öffnen lassen, einen Enteiser nutzen. Also nicht im Auto liegen lassen, sondern griffbereit lagern.
Vor dem Einsteigen sollte das Auto komplett von Schnee und Eis befreit werden. Dazu zählen natürlich die Scheiben, aber auch Scheinwerfer, Rücklichter und Blinker müssen frei sein.
Auch der Schnee auf dem Dach sollte weggefegt werden. Sonst versperrt eine Dachlawine beim Bremsen die Sicht. Außerdem: Wer nur ein Guckloch freikratzt, nimmt ein Verwarnungsgeld in Kauf und steht möglicherweise bei einem Unfall als Mitschuldiger in der Haftung.
Damit die Scheibenwischer im Winter nicht kaputtgehen, am besten hochklappen.
Klaus Reindl vom ADAC weiß, was im Winter in das Auto gehört: "Man braucht warme Sachen im Auto, eine Decke, Getränke, auch eine Tafel Schokolade kann nicht schaden. Denn die braucht man, wenn man lange im Stau steht, wenn man lange festhängt, für die Seele. Und vor allem muss man auch daran denken, dass der Tank voll ist. Nur dann kann man das Auto auch laufen lassen und beheizen."
Tipp Anfahren: Bei glatter Fahrbahn am besten im zweiten Gang anfahren, um das Durchdrehen der Räder zu vermeiden. Und das Gaspedal sollte wie ein rohes Ei behandelt werden. Wenn das Auto eine Automatikschaltung hat, die Taste "Winterprogramm" aktivieren.
Tipp Schalten: Möglichst mit großem Gang und niedrigen Motordrehzahlen fahren. Und nach dem Schalten die Kupplung behutsam wieder zurückkommen lassen.
Tipp Beschleunigen und Bremsen: Plötzlich Gas zu geben oder zu bremsen kann den Wagen ausbrechen oder rutschen lassen. Deshalb empfiehlt es sich auch, nicht gleichzeitig zu lenken und beschleunigen beziehungsweise bremsen.
Tipp Lenken: Vermeiden sollte man auch, ruckartig hin- und herzulenken. Wer feinfühlig lenkt, kann das Fahrzeug besser in der Spur halten.
Kommt das Auto mal ins Schleudern: Gang herausnehmen und mit viel Gefühl gegenlenken. Wenn das Fahrzeug nicht mehr auf das Lenken reagiert: Vollbremsung.
Tipp Bremsen: Wenn man auf glatter Fahrbahn bremsen oder anhalten möchte, sollte der Gang herausgenommen werden und das Bremspedal vorsichtig mit wenig Druck betätigt werden. Gerade wenn die Straße in der Mitte schon trocken ist, besteht die Gefahr, ins Schleudern zu kommen.
Tipp Notbremsung: Hierbei kann der Wagen ausbrechen. Deshalb nach der Notbremsung schnell vom Pedal gehen und in die gewünschte Richtung lenken. So kann sich das Fahrzeug stabilisieren und man kann erneut bremsen.
Tipp Notbremsung mit ABS: Hierbei tritt oft ein "Rattern" am Bremspedal auf. Davon nicht irritieren lassen. Es zeigt, dass das ABS an mindestens einem Rad arbeitet.
Tritt das Pulsieren beim vermeintlich normalen Fahren auf, kann dies ein Signal sein, dass man für die winterlichen Bedingungen zu schnell fährt.
Tipp Notbremsung in Kurven: Mit ABS kann man bei gleichzeitig getretener Kupplung bremsen und lenken. Das setzt jedoch viel Übung voraus. Für Vielfahrer könnte sich ein Fahrsicherheitstraining lohnen.
Tipp Streusalz: Das Salz kann die Bremsleistung verringern. Deshalb sollte man, wenn es möglich ist, ab und zu leicht anbremsen, um die Salzschicht abzulösen - vor allem bei Fahrbeginn und -ende.
Tipp Abstand: Im Winter sollte man doppelt so viel Abstand halten wie an normalen Tagen - also mindestens sechs Fahrzeuglängen.
Auch wenn Winterreifen immer besser werden, gehören Schneeketten längst nicht zum alten Eisen. Wer schneebedeckte Steigungen meistern muss, kommt meist nicht ohne Ketten aus. Es lohnt sich also, Schneeketten rechtzeitig aufzuziehen. Bei festgefahrenen Fahrzeugen ist die Montage sehr mühsam und zeitraubend.
Schneeketten müssen an die angetriebenen Räder montiert werden: Bei Autos mit Frontantrieb vorn, bei Heckantrieb hinten. Mit Schneeketten sollte man nicht schneller als 50 km/h fahren und es ist zu beachten, dass sich das Brems- und Fahrverhalten des Autos verändert.