Stand: 10.06.2014 10:26 Uhr

Grüne Städte mit Tradition

Die Orte des Emslands sind beschaulich. Lingen mit 52.000 Einwohnern sowie Papenburg und Meppen mit jeweils rund 34.000 Bewohnern sind die größten Städte. Lebendige Orte mit langer Tradition, aber ohne die Hektik von Großstädten.

Eine Gruppe Radfahrer macht gerade Pause.

Gaumenfreude mit Erlebnistour

Nordtour -

Seit gut 15 Jahren organisieren die Landfrauen in der Grafschaft Bentheim Erlebnistouren. Sie sind für Reiseleitung und Catering zuständig. Eine gelungene Geschäftsidee.

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Lingen: Zentrum des Südens

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Vom Turm des Lingener Rathauses erklingt drei Mal am Tag ein Glockenspiel.

Wer die malerische Altstadt von Lingen besucht, findet viele historische Gebäude: Kleine giebelständische Fachwerkhäuser und Backsteinbauten prägen das Bild. Am Marktplatz steht das alte Rathaus von 1555. Aus seinem Turm erklingt drei Mal am Tag ein Glockenspiel, und eine hübsch verzierte Figurengruppe führt einen Reigen vor. Die Stadt hat eine bewegte tausendjährige Geschichte. Fast 200 Jahre stand Lingen unter niederländischer Herrschaft, deren Einflüsse noch sichtbar sind. Die Herrscher des Hauses Nassau und Oranien ließen einige wichtige Gebäude errichten. Dazu gehören die Kreuzkirche und die Universität, die Ende des 17. Jahrhunderts mit den vier klassischen Fakultäten Theologie, Jurisprudenz, Philosophie und Medizin gegründet wurde. Heute hat die Fachhochschule Osnabrück einen Standort in Lingen. Die Außenbezirke der größten Stadt im Emsland wirken ländlich: Gepflegte Einfamilienhäuser mit großzügigen Grundstücken prägen das Bild.

"Kivelinge" verteidigen die Stadt

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Der Festumzug ist einer der Höhepunkte des Kivelingsfestes.

Für Touristen lohnt sich der Besuch des traditionellen Kivelingsfestes. Dann verwandelt sich die Innenstadt in einen mittelalterlichen Markt. Die Bezeichnung "Kiveling" stammt aus dem Mitteldeutschen und bedeutet "kleiner Kämpfer". "Kivelinge" sind die unverheirateten Bürgersöhne der Stadt, die vor mehr als 630 Jahren Lingen auf den Wällen der Festung erfolgreich verteidigt haben und sich 1372 im Junggesellenverein organisierten. Zur Belohnung für den erfolgreichen Kampf erhielten sie vom damaligen Magistrat das Recht, alle drei Jahre ein rauschendes Fest zu feiern. Bisher soll diese Tradition nie unterbrochen worden sein. Die ledigen Bürgersöhne Lingens pflegen auch heute noch ihr Beisammensein und ihre Lokaltradition mit viel Sorgfalt fürs Detail. Nächster Termin für das Kivelingsfest: Pfingsten 2017.

Auch sonst ist Lingen stolz auf ihr breites Kulturangebot. Im städtischen Theater an der Wilhelmshöhe finden rund 100 Veranstaltungen pro Jahr statt. Das Emslandmuseum zeigt die Geschichte der Stadt, die Jugend trifft sich im Kulturzentrum Alter Schlachthof und für Großveranstaltungen bieten sich die Emslandhallen an.

Segeln auf dem Geester See

Wenige Kilometer nördlich von Lingen liegt der Geester See, ein beliebtes Ziel für Wassersportler. Das 180 Hektar große, als Speichersee angelegte Gewässer, hat einen Umfang von sechs Kilometern und ist ideal zum Segeln. Auch Surfer schätzen den See wegen seiner Windsicherheit. Weil er etwa 15 Meter über dem Umland liegt, weht der Wind hier meist auch, wenn im Emsland Flaute herrscht.

Dieses Thema im Programm:

Nordtour | 09.09.2017 | 18:15 Uhr

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