Stand: 10.09.2013 16:11 Uhr

Emsland: Eine Region im Umbruch

Den Mittelpunkt des Emslands, der Grenzregion zu den Niederlanden, bildet der Landkreis Emsland. 1977 entstand er aus den ehemaligen Kreisen Aschendorf-Hümmling, Meppen und Lingen. Der Zusammenschluss war Folge des Bestrebens, größere Verwaltungs-Einheiten zu schaffen, um die wirtschaftlich traditionell schwache Region zu stärken.

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Im Kreishaus in Meppen liegt der Hauptsitz der Verwaltung im Emsland.

Hauptsitz der Verwaltung ist das 1985 eingeweihte Kreishaus in Meppen. In den 70er-Jahren schlossen sich auch die ehemals 161 selbstständigen Gemeinden der drei Kreise zu nur noch 20 Einheits- und Samtgemeinden zusammen. Damit setzten sie eine Jahrhunderte dauernde Entwicklung fort. Immer wieder hatten sich die Besitzverhältnisse der Ländereien von Bischöfen und Adligen verändert - mit der Tendenz zu größeren Flächen.

Bevölkerungszahl steigt

Heute leben im Landkreis Emsland, dem mit 2.880 Quadratkilometer größten in Niedersachsen und zweitgrößten Deutschlands, rund 315.000 Menschen. Die größten Städte sind Lingen mit 52.000 Einwohnern sowie Papenburg und Meppen mit jeweils rund 34.000 Bürgern. Entgegen dem bundesweiten Trend stieg die Zahl der Bewohner im Kreisgebiet in den vergangenen Jahren. Dennoch zählt die Region zu den dünn besiedelten Gegenden Deutschlands, besonders im nördlichen Kreisteil.

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Strukturwandel in der Wirtschaft 

Bis in die 70er-Jahre war die Landwirtschaft wirtschaftlicher Schwerpunkt der Region. Doch von 1980 bis 2007 nahm die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe von 9.500 auf knapp 4.000 ab.

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Die Meyer-Werft ist mit rund 2.500 Beschäftigten einer der wichtigsten Arbeitgeber der Region.

Heute gibt es mit der Papenburger Meyer Werft einen international bekannten Schiffbaubetrieb sowie ein Testgelände für Autos bei Papenburg und das Atomkraftwerk Emsland bei Lingen. Daneben arbeiten zahlreiche mittelständische Firmen verschiedener Wirtschaftszweige.

Firmen beteiligen sich am Autobahnbau

Zu deren Erfolg hat auch der Bau der Autobahn 31 beigetragen. Sie verläuft parallel zur niederländischen Grenze und verbindet das Emsland mit dem Ruhrgebiet. Um eine 42 Kilometer lange Lücke in der Trasse zu schließen, beteiligte sich in einem bundesweit einmaligen Projekt auch die private Wirtschaft an den Baukosten. 2004 wurde der letzte Abschnitt für den Verkehr freigegeben. Die Arbeitslosenquote im Kreis Emsland liegt mit rund vier Prozent deutlich unter der des gesamten Landes Niedersachsen mit etwa sieben Prozent. Für negative Schlagzeilen sorgte 2006 ein Unfall auf der Teststrecke der Magnetschwebebahn Transrapid bei Lathen. 23 Menschen kamen dabei ums Leben. Inzwischen wurde die Anlage geschlossen.

In jüngerer Zeit gewinnt der Tourismus an wirtschaftlicher Bedeutung. Zahlreiche Rad- und Wasser-Wanderwege locken vor allem Kurzurlauber ins Emsland.    

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Dieses Thema im Programm:

Niedersachsen 18.00 | 15.01.2015 | 18:00 Uhr

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