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Wenn früh am Morgen der Nebel über der Elbtalaue aufsteigt, der Seeadler seine Kreise zieht und der Elbbiber in seine Burg abtaucht, dann schlägt auch die Stunde der Angler. Mit Rucksack, Ruten und Keschern kämpfen sie sich in der Landschaft zwischen Lauenburg und Dömitz durch feuchte Wiesen, mannshohes Schilf und bauchtiefes Wasser der Altarme, bis sie dann endlich ihr Quartier an einem der unzähligen Buhnenköpfe aufgeschlagen haben.
Kein Wunder, es lohnt sich wieder die Ruten an der Elbe in Position zu bringen. Die Wasserqualität hat sich in den letzten 20 Jahren enorm verbessert. Mittlerweile gibt es hier rund hundert Fischarten - das ist Europarekord! So viele gab es hier zuletzt vor hundert Jahren. Mehr als 50 Arten wurden allein in der Mittleren Elbe nachgewiesen.
Angelguide Jörg Strehlow ist Deutschlands "Zander-Papst" und Experte für das Angeln in der Elbtalaue. Bekannt wurde er mit der legendären "Faulenzermethode". Diese Technik, bei der die Rute kaum bewegt wird, hat für eine kleine Revolution beim Angeln mit dem Gummifisch gesorgt. Sie ist zur populärsten und erfolgreichsten Methode zum Zanderfang geworden. Wer Strehlows Kniffe aus erster Hand erfahren will, für den ist seine Angelschule in Bleckede an der Elbe ein echter Geheimtipp.
Im Revier wird jedoch nicht nur mit Gummifisch geangelt, auch Naturköder wie Maden, Mistwürmer oder Tauwürmer kommen zum Einsatz, denn in den Altarmen der Elbe lassen sich kapitale Brassen auch mit der Matchrute erwischen.