Stand: 24.11.2010 15:07 Uhr  | Archiv

Burg Lenzen: Uralte Festung an der Elbe

Der mächtige Turm der Burg stammt aus dem Mittelalter.

Direkt an der Grenze zu Niedersachsen liegt das brandenburgische Elbe-Städtchen Lenzen. Wichtigste Sehenswürdigkeit ist die Burg. Deren Geschichte geht mehr als 1.000 Jahre zurück und belegt die Bedeutung der Elbe als natürliche Grenze und wichtigen Handelsweg. Bereits um das 10. Jahrhundert errichteten Slawen am östlichen Elbufer im heutigen Brandenburg einen Ringwall. Überreste dieser Anlage wurden 2001 entdeckt und freigelegt. Im frühen 13. Jahrhundert entstand auf dem Wall erstmals eine Burg. Im Verlauf der Jahrhunderte wurde sie mehrfach zerstört, wieder aufgebaut und erweitert. Ihr 28 Meter hoher mittelalterlicher Burgturm überragt das Städtchen Lenzen und bietet einen weiten Blick über die Elbtalauen und den Fluss. Mit seinen drei Meter dicken Wänden hat er alle Angriffe weitgehend unbeschadet überstanden.

Ausstellung informiert über Elbtalaue

Im 18. Jahrhundert ging die Burg in Privatbesitz über und wurde in der DDR zum Volkseigentum. 1993 erhielt der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) die Anlage als Schenkung. Die Umweltschützer bauten das Gebäude zu einem "Europäischen Zentrum für Auenökologie, Umweltbildung und Besucherinformation" um. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf naturkundlichen Veranstaltungen wie Führungen in die nahe Elbtalaue, Tagungen und Seminaren. Die Ausstellung "Mensch und Strom" informiert auf fünf Ebenen in einer alten Fachwerk-Scheune und im Burgturm über das Biosphärenreservat Elbtalaue. Außerdem ist in der Burg ein Hotel mit Restaurant und Tagungszentrum untergebracht.

 

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