Stand: 17.05.2016 15:27 Uhr  | Archiv

Im Elm trifft Natur auf Kultur

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Der dichte Buchenwald im Elm ist zu jeder Jahreszeit ein interessantes Wandergebiet.

Rätselfreunde kennen ihn als Höhenzug bei Braunschweig mit drei Buchstaben: Elm. Bis zu gut 320 Meter ragen seine Gipfel aus der meist flachen Landschaft an der früheren innerdeutschen Grenze heraus. Buchen bedecken nahezu die gesamte Fläche des etwa 25 Kilometer langen und nur wenige Kilometer breiten Höhenzugs. So gilt der Elm als der größte Buchenwald Norddeutschlands.

Zu Fuß und per Rad durch den Wald

Dutzende markierte Wanderwege durchziehen die Landschaft, viele davon wurden von Wanderparkplätzen aus als Rundstrecken angelegt. Eines der beliebtesten Ziele ist das Reitlingstal an der Westseite des Elm. Auch Mountainbiker und andere Radler finden spannende Routen, wie den 26 Kilometer langen FEMO-Radweg. Auf Orte trifft man nur am Rand des Waldes, denn der Elm ist nahezu unbesiedelt, lediglich einige Landstraßen führen hindurch. Moderne Technik hilft, dass sich Radler auch ohne Landkarte nicht verfahren: Eine App für Smartphones zeigt interessante Routen, gibt Tipps für Sehenswertes an der Strecke und warnt, wenn man von der geplanten Strecke abkommt.

Besuch in Königslutter

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Ein monumentales Bauwerk: der Kaiserdom in Königslutter

Ein guter Ausgangspunkt für einen Besuch des Elm ist das Städtchen Königslutter am Nordrand des Höhenzugs. Neben einem Bummel durch den mittelalterlichen Ortskern mit kleinen Gassen und schönen Fachwerkhäusern lohnt ein Besuch des Kaiserdoms. Lothar von Süpplingenburg, damals deutscher Kaiser, stiftete das Gotteshaus im Jahr 1135. Es gilt als einer der bedeutendsten romanischen Bauten in Niedersachsen. Zur 875-Jahr-Feier 2010 wurde der Kaiserdom umfassend saniert und kann nun in voller Pracht besichtigt werden - mit Kreuzgang und der jahrhundertealten Kaiser-Lothar-Linde auf dem ehemaligen Klosterhof.

Abtauchen in die Erdgeschichte

Der Findlingsgarten des FEMO bietet einen Blick in die Erdgeschichte.

In Königslutter hat auch das Freilicht- und Erlebnismuseum Ostfalen - kurz FEMO - seinen Hauptsitz. Es erläutert Besuchern die Natur- und Kulturgeschichte der Umgebung. Da hier besondere Versteinerungen und Erdschichten entdeckt wurden, wurde die gesamte Region als Geopark zertifiziert. Sie ist auch Fundort der sogenannten Schöninger Speere, die 1994 in einem Braunkohle-Tagebau am südöstlichsten Punkt des Elm, nahe der Stadt Schöningen entdeckt wurden. Das Forschungs- und Erlebniszentrum paläon zeigt die rund 300.000 Jahre alten Jagdwaffen und führt Besucher in diese Vorzeit zurück.

Ein Naturpark mit zwei Wäldern

Gemeinsam mit dem weiter östlich gelegenen Lappwald gehört der Elm zum Naturpark Elm-Lappwald, der über die Grenze Niedersachsens bis nach Sachsen-Anhalt reicht. Rund 50 Prozent des 470 Quadratkilometer großen Parks sind Natur- oder Landschaftsschutzgebiete. Ein 101 Kilometer langer Vier-Wälder-Rundwanderweg verbindet Elz, Elm, Dorn und Lappwald.

Karte: Region Elm-Lappwald
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Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen / Nordtour / 21.05.2016 / 18:00 Uhr

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