Stand: 05.01.2017 17:40 Uhr

Tipps für einen Besuch in Heide

Der Wochenmarkt öffnet jeden Sonnabend.

Mit fast 47.000 Quadratmetern unbebauter Fläche ist er der größte Platz Deutschlands und ein Ort mit Geschichte - der Markt in Heide, der Kreisstadt Dithmarschens. Während der Zeit der unabhängigen Bauernrepublik Dithmarschen war der Platz ab 1447 Tagungsort der Landesversammlung. Bereits im 16. Jahrhundert kamen dort die Händler jeden Sonnabend zu einem Wochenmarkt zusammen. Die Bauernrepublik gibt es längst nicht mehr, der traditionelle Wochenmarkt ist bis heute geblieben. Außerdem findet auf dem Platz jedes Jahr ein großer Weihnachtsmarkt sowie alle zwei Jahre der "Heider Marktfrieden" statt - das größte mittelalterliche Volksfest Dithmarschens. Nächster Termin ist der Sommer 2018.

Kirchengeschichte seit 1435

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Kleinod am Marktplatz ist die St. Jürgen Kirche.

Eine lange Geschichte hat auch die St. Jürgen Kirche, die den Platz an der Südwestseite säumt. Sie wurde um 1435 als Kapelle erbaut, 1559 bei der Eroberung Heides durch die dänischen Truppen zerstört und danach aus Feldsteinen wieder aufgebaut. Später kamen ein Turm und ein Anbau dazu. Besonderheiten der Kirche sind der schöne Barockaltar und das Taufbecken.

Wahrzeichen Wasserturm

Nicht weit vom Marktplatz entfernt liegt an der Österweide das Wahrzeichen der Stadt: der alte Wasserturm. 1903 erbaut, versorgte der gut 45 Meter hohe Turm die Haushalte der Stadt jahrzehntelang mit frischem Wasser. Heute übernehmen das moderne, leistungsfähige Leitungen. Deshalb wurde der Turm 1990 stillgelegt und später umfassend saniert. In den acht Stockwerken des Gebäudes sind nun Büros und ein Trauzimmer des Standesamtes untergebracht.

Der Wasserturm in Heide © fotolia Fotograf: rosensterne

Der Heider Wasserturm

NDR Info Kultur

In einem Stahlbehälter in der Kuppel wurde einst Wasser gespeichert.

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Erinnerungen an Johannes Brahms und Klaus Groth

In der Heider Innenstadt stehen noch viele hübsche Häuser aus dem 18. Jahrhundert. Das älteste ist das "Dreetörnhus", ein Wohn- und Geschäftshaus im Barockstil. Besonders bekannt ist das Giebelhaus in der Lüttenheid 34. Dort lebte die Familie des berühmten Komponisten Johannes Brahms, bevor sie in die Großstadt nach Hamburg zog. Heute ist das Haus im Besitz der Brahmsgesellschaft Schleswig-Holstein, wird als Veranstaltungsort genutzt und erinnert mit einer kleinen Ausstellung an den großen Musiker.

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In diesem Giebelhaus in Heide wurde der Dichter Klaus Groth geboren.

Bekannter Sohn der Stadt ist der Dichter Klaus Groth, der 1819 in Heide zur Welt kam. Er gilt gemeinsam mit Fritz Reuter als einer der Begründer der neueren niederdeutschen Literatur. Groths Bestreben war es, Plattdeutsch als Literatursprache auszubauen. Seine Gedichte und Lieder wurden von bekannten Komponisten vertont, allen voran Johannes Brahms und Arnold Schönberg. Das Geburtshaus von Klaus Groth befindet sich in derselben Straße wie das Brahmshaus - in der Lüttenheid 48. Es ist heute ein Museum.

Fahr- und Motorräder aus vielen Jahrzehnten

Nur wenige Kilometer nordöstlich von Heide liegt in dem Dorf Ostrohe eine interessante Sammlung deutscher Zweiräder. Zusammengetragen hat sie der verstorbene Bauer Walter Thede. Der gelernte Schlosser sammelte in über 40 Jahren 223 Motorräder von Jahrgang 1910 bis 1983 und 40 Fahrräder aus den Jahren 1870 bis 1993. Alle sind funktionstüchtig und stehen heute im ehemaligen Stall des Hofes der Familie Thede. Wer sich im Museum umschauen möchte, kann sich telefonisch anmelden, die Telefonnummern sind auf der Homepage der Zweiradsammlung angegeben.

Heide liegt knapp 20 Kilometer von der Nordseeküste entfernt und ist schnell und einfach über die Autobahn 23 zu erreichen, die auch dort endet. Für Strandurlauber ist die Stadt ein schönes Ausflugsziel - etwa für einen Markt- oder Museumsbesuch.

Karte: Sehenswertes in Heide
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Kohl und Küste: Dithmarschen

Die Region zwischen Nordsee und Nord-Ostsee-Kanal ist Deutschlands bedeutendstes Kohlanbaugebiet. An der Küste locken attraktive Urlaubsorte wie Büsum oder Friedrichskoog. mehr

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NDR Info | 05.01.2017 | 09:55 Uhr

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