Dicke Fische: Angeln im Norden
Die schönsten Angelplätze und Tipps für einen guten Fang. mehr
In der Warnow wechseln sich schnelle Rieselstrecken mit langsamen Abschnitten ab.
Die Warnow entspringt mit mehreren Quellen nördlich von Parchim bei Grebbin und Herzberg, fließt windungsreich durch eine hügelige Endmoränenlandschaft und mündet nach 155 Kilometern bei Warnemünde in die Ostsee. Das Einzugsgebiet der Warnow umfasst 3.324 Quadratkilometer.
Die Flusslandschaft ändert sich im Verlauf ständig. Von schnell fließenden Rieselstrecken bis zu langsamen Abschnitten, mal durch undurchdringliche Wälder und dann durch Seen und weite Moorlandschaften. Meistens ist sie naturbelassen und nur an wenigen Stellen begradigt. Ein großer Teil der Warnow, etwa acht Kilometer südlich von Rostock, ist Trinkwasserschutzzone und das gesamte Warnowtal ist Naturschutzgebiet.
Der Oberlauf ist als Bach kaum beangelbar und ab Juni wachsen weite Flussstrecken regelrecht zu. Ab 100 Metern unterhalb der Straßenbrücke Crivitz in Richtung Brüel bis zur Sohlgleite Zaschendorf befindet sich der 21 Kilometer lange Salmonidenabschnitt. Er ist als reine Flugangelstrecke ausgeschildert. Nur 500 Meter unterhalb der Straßenbrücke Augustenhof bis zur Brücke bei Gneven ist auch Spinnangeln erlaubt.
Im Mittel ist der Gesamtabschnitt etwa sechs Meter breit und circa 60 Centimeter tief mit Auskolkungen. Hier gibt es einen ausgezeichneten Bachforellenbestand, der durch ein gutes Döbelvorkommen ergänzt wird. Barsch, Hecht, Weißfisch, Aal, Karpfen, Meerforelle und ausgebüchste Äschen aus der Nebel sind auch vorhanden.
Die Warnow ist das "Heimatrevier" von Angelexperten Peter Rinow.
Angelkarten sind nur über den Landesanglerverband zu beziehen und müssen dort beantragt werden. Die Angelkarte ist für alle zwölf Salmonidenstrecken in MV gültig. Eine Tageskarte kostet 18 Euro. Manchmal können dort Kanuten die Ruhe stören.
Die Gewässer des Deutschen Angler Verbandes (DAV) beginnen an der unteren Grenze des Naturschutzgebiet Warnow-Durchbruchstal bei Klein Raden und endet weit unterhalb von Bützow. Kurz nach der Mildenitzmündung beginnt der Warnow-Durchbruch, eine mittelgebirgsähnliche Strecke mit größeren Felsbrocken in rascher Strömung. Dann folgt ein längerer Abschnitt durch Wald und Wiesen in urwüchsigen Niederungen, die teilweise schwer zugänglich sind. Bei den Brücken von Warnow und Rühn ist der Fluss besser begehbar. Ab Weitendorf ist die Warnow etwa 20 Meter breit, brusttief und oft mit ausgespülten Kolken durchsetzt. Nicht Bestandteil des DAV-Abschnittes sind 50 Meter oberhalb bis 50 Meter unterhalb der Aalfänge bei Eickhof. Bei Zernin ist das rechte Ufer auf eineinhalb Kilometern wegen einer Rinderaufzucht gesperrt, aber am linken Ufer beangelbar, jedoch überwiegend eine schwer zugängliche Bruchlandschaft.
Schwaan bis Rostock
Die Flussstrecke liegt im Naturschutzgebiet Unteres Warnowland. Ab Höhe des Bahnhofs Huckstorf in Richtung Schwaan kann die linke Warnowseite voll beangelt werden. Hier dürfen Sie mit der Jahreserlaubnis des Landesanglerverband MV angeln und das dann auch nachts. Tageskarten gibt es bei den Angelgerätehändlern. Am Unterlauf der Warnow im Stadtgebiet von Rostock sieht man alljährlich im Frühjahr die Meeresangler aufgereiht wie Perlen an einer Schnur beim Heringsangeln.
In Richtung Pölchow ist vom Ufer aus das Angeln verboten.