Stand: 24.08.2015 10:31 Uhr  | Archiv

Pute: Aufsteiger an der Fleischtheke

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Putenfleisch ist in den vergangenen Jahrzehnten immer beliebter geworden.

Deutsche Mastbetriebe halten rund 13 Millionen Puten, meist in Bodenhaltung in großen Hallen. Nach rund 16 Wochen haben die weiblichen Tiere ihr Schlachtgewicht erreicht, bei männlichen dauert es etwa vier Wochen länger. Ein ausgewachsener Truthahn - so die in Süddeutschland übliche Bezeichnung - wiegt bis zu 20 Kilogramm und ist etwa einen Meter groß. In deutschen Küchen ist Pute nach Huhn das beliebteste Geflügelfleisch.

Vorsicht Salmonellen

Wie anderes Geflügel auch, sollte Putenfleisch beim Transport durchgehend gekühlt werden. Da Geflügel häufig mit Salmonellen behaftet ist, muss es vor dem Verzehr vollständig durchgegart werden und darf keine roten Stellen mehr aufweisen. Allerdings wird das magere Fleisch leicht trocken und faserig, wenn es zu lange gebraten wird.

Von Brust bis Flügel

Puten kommen meist zerteilt in den Handel. Nur als Weihnachtsbraten steht bei manchen Familien ein ganzes Exemplar auf dem Tisch.

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Putenfleisch ist fettarm und enthält viel Eiweiß.

Putenbrust ist die vom Brustbein ausgelöste Brustmuskulatur. Sie besteht aus einem großen und einem kleineren Muskel, der als Putenfilet bezeichnet wird. Mitten durch das Filet verläuft eine dünne Sehne, die sich mit einem senkrechten Schnitt heraustrennen lässt. Das Ergebnis: zwei kleinere Stücke, aus denen sich Schmetterlingssteaks, Schnitzel, Geschnetzeltes oder Gulasch schneiden lassen.

Das dunklere Fleisch der Putenkeule eignet sich zum Schmoren, Grillen oder Braten. Das ausgelöste Fleisch der Oberkeule (Oberschenkel) lässt sich als Rollbraten verarbeiten. Aus kleineren Stücken können Spieße, Gulasch oder Ragout zubereitet werden.

Das weiße, muskulöse Fleisch der Putenflügel eignet sich zum Grillen und Braten. Den Oberflügel verarbeitet man im Ganzen, der Mittelflügel wird besser von Haut und Knochen getrennt.

Generell gilt: Je dunkler das Putenfleisch, desto kräftiger der Geschmack.

Ist Pute gesund?

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Putenfleisch enthält viel Eiweiß, Magnesium und Vitamin B - aber nur etwa zwei Prozent Fett, das besonders unter der Haut steckt. In der Diät- und Fitnessküche ist Pute daher sehr beliebt. Kritiker beklagen jedoch den regelmäßigen Einsatz von Antibiotika und anderen Arzneimitteln bei der Massenaufzucht von Puten. Die Umweltorganisation BUND hat 2015 Putenfleisch von Discountern untersucht und auf mehr als 70 Prozent der Proben Krankheitserreger gefunden, die gegen viele Antibiotika resistent sind.

Eine Alternative kann Fleisch aus Bio-Produktion sein, das jedoch nur einen sehr geringen Marktanteil hat.

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Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen / Markt / 12.01.2015 / 20:15 Uhr

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Dieser Artikel wurde ausgedruckt unter der Adresse: http://www.ndr.de/ratgeber/kochen/warenkunde/Warenkunde-Putenfleisch,pute164.html

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